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Im Zweiten Weltkrieg wurden Zerstörer sehr universell eingesetzt und entsprechend in großen Stückzahlen gebaut, in den USA über 600 Einheiten. Sie waren zu dieser Zeit typisch 2.000 t bis 4.000 t schwer und 120 m lang. Sie erreichten etwa 35 Knoten und waren mit 4 bis 10 Torpedorohren sowie etwa 5 Geschützen mit 12cm Kaliber bewaffnet. Dazu kamen eine noch größere Zahl an kleineren Geleit-Zerstörern, die vor allem der U-Boot-Abwehr dienten und die Konvois begleiteten. Aus diesen Geleit-Zerstörern ist die moderne Fregatte entstanden.
Heute sind Zerstörer bis über 8.000 t groß und mit Flugkörpern, Rohr- und U-Jagdwaffen sowie Bordhubschraubern ausgerüstet. Abgesehen von den Flugzeugträgern zählen sie heute neben den Kreuzern zu den großen Schiffen der Marinen.
Moderne Zerstörer werden heute überwiegend in Stealth-Bauweise gebaut, was ihnen ein glattes, flächiges Aussehen verleiht. Durch die schräge Anordnung aller (Überwasser-)flächen wird die Radarrückstrahlung vermindert. Die Folge ist eine kleinere Radarsignatur: das Schiff wird schlechter und somit später durch das gegnerische Radar erkannt.
Die ersten Zerstörer der Bundesmarine gehörten zur "Fletcher Class", Baujahr 1945. Sie wurden von den US Streitkräften übernommen. Die Bundesmarine führte sie unter den Namen Z1, Z2, Z3, Z4, Z5 und Z6. Die vier deutschen Neubauten der Hamburg-Klasse (D181 bis D184) wurden Anfang der 1990er Jahre durch Fregattenneubauten der Klasse F-123 ersetzt. Die letzten Zerstörer der deutschen Marine - drei Schiffe der modifizierten amerikanischen Charles F. Adams-Klasse - wurden in den Jahren 1999 (D187 Rommel) und 2003 (D186 Mölders und D185 Lütjens) außer Dienst gestellt. Ausschlaggebend waren hohe Wartungs- und Betriebskosten, die zum Teil aus den nicht mehr zeitgemäßen Dampfkesselantriebsanlagen und den hohen Kosten für Ersatzteilbeschaffungen resultierten. Die Zerstörer werden durch den Zulauf der Fregatten der Sachsen-Klasse F-124 ersetzt.
Siehe auch: Liste von Schiffstypen
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