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| Daten | |
|---|---|
| Name: | Zürichsee |
| Lage: | zwischen Zürich |
| Fläche | 90 km² |
| Maximale Tiefe: | 143 m |
| Zuflüsse: | Linth (Linthkanal) |
| Abfluss: | Limmat |
| Höhe über NN: | 406 m |
| Größere Städte am Ufer: | Zürich |
| Besonderheiten: | in der Eiszeit entstanden |
Der Zürichsee liegt südöstlich von Zürich in den Kantonen Zürich, St. Gallen und Schwyz.
Der Hauptzufluss des Zürichsees ist die Linth. Sie kommt aus dem Kanton Glarus, fließt nach einem künstlichen Umweg über den Walensee als Linthkanal bei Schmerikon in den See und verlässt ihn als Limmat in der Stadt Zürich.
Der Zürichsee hat die Form einer Banane. Er ist bis Rapperswil rund 30 km lang, zusammen mit dem Obersee rund 40 km und an der breitesten Stelle etwa 4 km breit. Etwas unterhalb von Rapperswil gibt es zwei Inseln, die bewohnte Ufenau und die unbewohnte, unter Naturschutz stehende Lützelau. Der Zürichsee weist bei Rapperswil eine Verengung auf, gebildet durch die Halbinsel Hurden. Der so fast abgeschnittene Seeteil oberhalb Rapperswils wird Obersee genannt. Bei Tuggen in der Linthebene gab es bis ins Mittelalter einen weiteren, heute verlandeten Seeteil, den so genannten Tuggner See. Entstanden ist der Zürichsee nach der letzten Eiszeit, als die Linth durch die Endmoräne des Linthgletschers gestaut wurde.
Früher führte bei Rapperswil ein Pilgersteg auf die andere Seeseite nach Pfäffikon SZ, von wo ein Pass nach Einsiedeln führt. Die Strecke war Teil des Schweizer Jakobswegs. Seit einigen Jahren ist der Steg wieder aufgebaut und eine beliebte Strecke für Wanderer.
Über den Seedamm ist Rapperswil heute durch Bahnlinie und Straße mit dem Westufer verbunden. Als weitere Querverbindung führt eine Autofähre von Horgen nach Meilen.
Im Januar 1854 wurden bei Obermeilen die ersten Überreste von Pfahlbauten gefunden. Der See hatte damals einen sehr niedrigen Wasserstand, was Arbeiten auf dem sonst überflutetem Seegrund erlaubte. Auch an anderen Orten fanden Unterwasserarchäologen frühgeschichtliche Siedlungen und Objekte: Neben zahlreichen anderen Pfahlbau-Dörfern am Seeende bei Zürich einen römischen Tempel sowie rund um den Seedamm Überreste des oben erwähnten historischen Stegs und zahlreiche Einzelstücke wie Münzen und Waffen, die die Benutzer des Stegs verloren hatten.
Im sehr harten Winter 1962/1963 fror der See zum letzten Mal zu. Die "Seegfrörni" zog Tausende aufs gefrorene Wasser.
Das sonnige untere rechte Ufer des Zürichsees von Zollikon bis Meilen ist ein praktisch durchgehendes Villenviertel und eine bevorzugte Wohngegend für wohlhabende Leute. Es wird auch als Goldküste bezeichnet. Am weniger sonnigen linken Seeufer, der so genannten Pfnüselküste (Schnupfenküste) gibt es etwas Industrie.
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