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Unter "Wettbewerbsstrategie" versteht man Ziel-Mittel-Kombinationen, die dem wettbewerblichen Umfeld (Wettbewerbskräfte) adäquat sind. Der Hauptaugenmerk richtet sich dabei auf die Wettbewerber; Ziel ist eine gefestigte Branchenposition.
Überblick
Obwohl der Begriff der Wettbewerbsstrategie bereits in den 40er und 50er Jahren des 20. Jahrhunderts verwendet wurde, gelangte er erst mit den Untersuchungen von Michael Everett Porter in den Fokus der Wirtschaftswissenschaft. Er unterscheidet drei Strategiegruppen auf der allgemeinsten Ebene (Porter 1980, S. 62), welche auch als generische Strategien (Generic Strategies) bezeichnet werden:
Seiner Ansicht nach können Unternehmen, die gleichzeitig beide Strategien verfolgen, keine zufrieden stellende Profitabilität erreichen (Stuck in the Middle). Um dauerhaft erfolgreich zu sein, sollte ein Unternehmen aber beiden Ansatzpunkten Beachtung schenken. Wenn Unternehmen beide Strategien gleichzeitig verfolgen, nennt man dies auch Outpacing-Strategie. Diese hybride Strategie ist aber schwer zu verwirklichen bzw. aufrecht zu erhalten, da sich ihre Elemente zumindest teilweise widersprechen (Effizienz der Kostenführerschaft vs. Qualität, Innovation und Individualität der Differenzierung), aber sie bietet auch hohes Potential für hohe Marktanteile bei gleichzeitig attraktives Gewinnmargen.
Jedoch ist die Gefahr sehr groß, dass das Unternehmen sowohl in der Kosten-/Preis- als auch in der Leistungsdimension einzigartig sein will und sich so seine Anstrengungen auf so viele Merkmale richten muss und seine Ressourcen so stark zersplittern muss, dass es letztendlich in keiner der beiden Dimensionen aus dem Mittelmaß herauskommt.
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