| Infos Home | Impressum | Original Artikel & Autoren Liste |
Im Falle von Sturmwellenresonanzen kann damit die Formation von küstenparallelen Sandriffen (Sandbänken) nicht ausschließlich als vorteilhaft hinsichtlich des Schutzes der dahinter liegenden Küsten eingestuft werden, - etwa auf Grund des Umsatzes der Energie brechender Wellen am Riff bzw. vom Riff seewärtig reflektierter Wellenenergie. Vielmehr fungiert in diesem Falle die zwischen Sandriff und Strand schwingfähige Wassermasse als Resonator, der zur Ausführung unterschiedlicher Eigenschwingungen in Form partiell stehender Wellen fähig ist und Energie aus dem über das Riff kommenden erregenden Wellenspektrum entnimmt. Als Folge müssen an den Beckenrändern - markant am Strand und abgeschwächt am Riff - vergrößerte Wasserspiegelauslenkungen auftreten, die insbesondere durch Ausbildung schwerer Brandung zu einem verstärkten Küstenangriff führen können.
In Analogie zur resonanten Absorption einer Wellen- oder Teilchenstrahlung durch mikrophysikalische Systeme sind auch Wellenresonanzen mit dem Phänomen anomaler Dispersion verbunden. Da damit auch die Dominanz partiell stehender Wellen belegt ist, ist eine Berechnung auf der Grundlage (nichtlinearer) Theorien für fortschreitende Wellen nicht möglich.
Siehe auch: Erzwungene Schwingung, Tideresonanz, Brandungsresonanz
Büsching, Fritz: "Sturmwellenresonanz an der Westküste der Insel Sylt", In: Die Küste, Heft 67, 2003, pp.51- 82.
Büsching, Fritz: "Storm Wave Resonance Controlled by Hollow Block Structures", In: COPEDEC VI, Colombo, Sri Lanka, 2003; Book of Abstracts: “Hollow Blocks for the Protection of a Ridge Coast” p.179-180, CD Proceedings: Paper No.90 p.1-20.
www.hollow-cubes.de/buesching/veroeffentlichungen.html www.hollow-cubes.de/buesching/veroeffentlichungen.html
|
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste"). Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz. |