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Tropfstein

Tropfsteine sind Kalkablagerungen und entstehen in Höhlen durch kalkhaltiges, tropfendes Wasser. Der Wasserfluss ist dabei in der Regel sehr gering. Je nach Anordnung spricht des Tropfsteins man von Stalaktit, Stalagmit oder Stalagnat. Um die beiden voneinander zu unterscheiden behelfen sich Engländer mit dem Merkspruch "Stalagmites grow from the ground, stalactites grow from the ceiling.", wobei die Buchstaben c und g die Merkhilfe darstellen. Im Deutschen kann man es sich dadurch merken, dass die Stalagmiten "müde" sind und deswegen am Boden sind und Stalaktiten hängen nach unten.

Während das kohlensäurehaltige Wasser durch den Karst fliest löst es in sich Kalziumkarbonat auf. Wenn es dann auf einen Hohlraum trifft fließt das Sickerwasser an der Decke entlang, verliert an Fließgeschwindigkeit und bildet aufgrund der Oberflächenspannung Tropfen. Dabei gibt es CO2 ab, dass zur Bildung von CaCO3 (Sinter) führt; dieser bildet den Tropfstein, der von der Decke herabhängt, ein Stalaktit. Der auf dem Boden auftreffende Tropfen enthält noch etwas Kalk. Beim Aufprall des Tropfens wird nochmals CO2 freigesetzt und Kalk ausgefällt. Dieser wächst vom Boden in die Höhe und bildet einen Stalagmit. Die Verdunstung des Wassers spielt nur in wenigen Höhlen bzw. Höhlenteilen (z.B. Höhleneingänge) eine Rolle. Stalagmiten und Stalaktiten können auch als Säule zusammenwachsen und werden dann Stalagnat genannt.

Durch im Wasser gelöste Mineralien können Tropfsteine unterschiedliche Färbungen aufweisen.

Die Wachstumsgeschwindigkeit von Tropfsteinen hängt von mehreren Faktoren ab:

Der größte Tropfstein ist in der Carlsbad Cavern in Neu-Mexiko/USA. Es ist 12 m hoch, 5 m stark und ca. 60 Milliarden Jahre alt.


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