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Der Tripelpunkt des Wassers liegt bei 273,16 K (0,01 °C) und einem Druck von 611,73 Pa (6,11 mbar), was mit seinem Gefrierpunkt bei Normaldruck (1013,25 mbar) nahezu identisch ist. Nur unter diesen Bedingungen kann Wasser also gleichzeitig als Eis, Flüssigkeit und Gas auftreten.
Der Tripelpunkt beschreibt auch gleichzeitig eine Besonderheit der Gibbschen Phasenregel: Die Varianz (oder auch Freiheitsgrad) F des Systems (eines Einkomponentensystems; C=1) ist in Tripelpunkten immer F=0: Verändert man eine intensive Zustandsgröße, wird sofort das Gleichgewicht der Phasen verlassen. Dies ist auch der Grund dafür, dass es keine 4 Phasengrenzlinien geben kann, die sich in einem Punkt treffen (hier wäre F=-1).
Die Eindeutigkeit des Tripelpunktes ermöglicht es besonders gut, die Skalen von Thermometern festzulegen.
Siehe auch: Phasendiagramm
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