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Trapezunt

Trapezunt, türkisch: Trabzon, ist eine Stadt am Südufer des Schwarzen Meeres. Sie wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. von griechischen Siedlern aus Milet (Kleinasien) gegründet und war zwischen 1204 - 1461 die Hauptstadt des Reiches der von den Kreuzfahrern aus Konstantinopel vertriebenen byzantinischen Herrscherdynastie der Komnenen. Nach der Eroberung Konstantinopels durch die Türken im Jahre 1453 behauptete sich das Kaiserreich von Trapezunt noch wenige Jahre unter osmanischer Oberherrschaft, bis es 1461 ebenfalls Teil des Osmanischen Reich wurde.

Die Gegend um Trapezunt ist seit mindestens 9000 Jahren besiedelt. Nach der Sage soll eine 'Weißer Stamm' genannte Volksgruppe von Trapezunt aus am Krieg um Troja teilgenommen haben. Zur Zeit des Grossreiches der Hethiter nannte man Trapezunt Hayasa oder Azzi. Die assyrischen Herrscher machten aus Trapezunt eine wichtige Handelsstadt, die später von den Persern und um 334 v.Chr. von Alexander dem Großen erobert wurde.

In der römischen Kaiserzeit wurde Trapezunt ab 117 n. Chr. zur Provinzhauptstadt und machte sich einen Namen als Schiffbauzentrum. 258 n. Chr. legten die Goten die Stadt in Schutt und Asche. Ihre Ende des 3. Jahrhunderts bereits christlichen Bewohner bauten sie wieder auf und errichteten viele Kirchen und Klöster.

Einer der beeindruckendsten Zeugen christlicher Architektur ist die Hagia Sophia, eine Kirche aus dem 13. Jahrhundert in byzantinischem Stil. Von ihren Fresken gelten einige als hervorragendste Beispiele byzantinischer Kunst.


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