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Die Lehre von der Transsubstantiation war und ist nicht unumstritten. Die gemäß katholischer Lehre feststehende Glaubenswahrheit widerspricht dem Augenschein, dass nämlich Brot und Wein, die beim Abendmahl verwendet werden, nach der Wesensverwandlung zum Fleisch und Blut Christi geworden sein sollen. Schon vor der feierlichen Dogmatisierung 1215 gab es über die Transsubstantiation theologische Auseinandersetzungen in der Kirche, so im 9. und 11. Jahrhundert im ersten und zweiten Abendmahlsstreit. Berengar von Tours meinte im zweiten Abendmahlsstreit, dass Brot und Wein der Substanz nach bleiben, was sie waren und nur die geistige Bedeutung hinzuträte. In Hand und Mund kämen Leib und Blut Christi nicht. Christus befände sich ja unteilbar im Himmel. Sein Leib und sein Blut könne deshalb nicht stückweise in einzelnen Kommunionen ausgeteilt werden. Trotz dieser und anderer Kritik setzte sich die noch heute gültige kirchliche Lehrmeinung durch.
In der gegenwärtigen katholischen Theologie werden für das aristotelische Begriffspaar "Substanz - Akzidenz" gern personale Begriffe verwendet, die betonen, dass es um die Gegenwart Christi als des sich fortgesetzt Opfernden geht, der sich wirklich und vorbehaltlos an die Kirche verschenkt ("in die Hände der Sünder") und sie dadurch selbst zu seinem Leib werden lässt. "Empfangt, was ihr seid: der Leib Christi. Werdet, was ihr empfangt: der Leib Christi" (Augustinus). Derartige Deutungsversuche werden vom kirchlichen Lehramt jedoch als unzureichend, ja irrig angesehen, sofern damit ein Abgehen von der traditionellen Transsubstantiationslehre verbunden ist.
Die Transsubstantiation wird außerhalb der Katholischen Kirche generell nicht akzeptiert - die Orthodoxe Kirche bekennt zwar eine Veränderung, läßt aber offen, worin diese besteht. Im Protestantismus gibt es weit auseinandergehende Meinungen, von der leiblichen Gegenwart Christi über die geistige Gegenwart bis hin zur reinen Gedenkfeier.
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