Erfolgsfaktoren der Tomatenkultur
Damit die Tomatenkultur zu einem möglichst guten Ergebnis führt, sind folgende Faktoren zu optimieren: resistente und tolerante Sorten, gleichmässige Bewässerung für gleichmässiges Wachstum, ausgeglichene, kontinuierliche Nährstoffversorgung, viel Licht, ausreichend Wärme, gute Bodenstruktur bis etwa 50 cm Tiefe, bei Bodenkultur keine frische Kalkung, warme Böden (Temp.>14 °C), möglichst frühe Ernte anstreben.
Jungpflanzenanzucht
Aussaat
- Saatgutqualität und Samenbedarf
- Material und Utensilien
- Methoden
Termine und Wachstumsphasen
- Aussaatzeit
- Keimung
- Aussaat bis Pflanzung
- Pflanzung
Platzbedarf
- Pflanzenabstand und Pfl./m²
Jungpflanzen
- Qualitätsmerkmale: Grösse, Sorte, Resistenzen, Toleranzen, Blattanzahl bis 1. Blüte, Alter der Jungpflanze, Wachstumstyp, Herkunft, allgemeiner Habitus, Anzuchtmethode.
- Veredelung: Wie Versuche seit ca. 1996 zeigen, bringen Tomaten deutlichen Mehrertrag, wenn sie auf wüchsige (vegetatives Wachstum) Unterlagen veredelt werden. Seit ca. 2003 werden veredelte Tomaten auch im Verkauf für den Hobbybereich angeboten. Als Veredelungsmethode hat sich die Kopfpropfveredelung gegenüber der Gegenzungenveredelung durchgesetzt und wird bereits maschinell durchgeführt. Mit der Veredelung verlängert sich die Jungpflanzenanzucht um ca. 1 Woche. Die Unterlagen werden wegen ihrer Resistenzen und Toleranzen gegenüber Krankheiten verwendet und wurden aus wildwachsenden Tomaten selektiert. Sie schützt díe Pflanze vor gängigen bodenbürtigen Krankheiten wie Korkwurzelkrankheit, Nematoden, Cladosporium, Fusarium und Meloidogyne, die über die Wurzel eindringen können. Ebenso wirkt die Veredelung physiologischen Stress (bewirkt generatives Wachstum) während Hitzeperioden entgegen. Einige Tomatenunterlagen sind ebenso für Aubergine geeignet. Wichtig ist, veredelte Tomaten nicht zu tief zu pflanzen um ein Bewurzeln der Sorte zu verhindern. Dies würde die Pflanze wieder gegenüber Krankheiten anfällig machen.
- Triebanzahl pro Pflanze: Meist werden noch 1-triebig unveredelte Pflanzen verwendet. Aber auch 1-triebig veredelte Pflanzen sind im Einsatz. Durch die Verwendung von sehr vegetativen Unterlagen ist auch die 2-triebige Kulturweise gegenüber der 1-triebigen ohne nennenswerte Ertragseinbussen möglich. Entscheident ist in der Kultur dann die Triebanzahl/m². So kann bei gleich viel Trieben/m² mit der Hälfte der Pflanzen gearbeitet werden. Dies kann gesamt gesehen finanziell günstiger sein, obwohl veredelte Pflanzen teurer sind. Auch 3 und mehr Triebe wurden getestet, haben sich aber nicht durchgesetzt.
- Pflanzengrösse: Keimling, Sämling, gezogene Pflanze, Speedy, Starter, Fertigpflanze.
- Entwicklungsstadium der Jungpflanze:
Wachstumsfaktoren
Allgemein
Düngung, Pflanzenernährung
Bewässerung
Temperatur
Die Keimtemperatur beträgt 18-25°C.
Sie wächst am besten im Gewächshaus da sie Wärme liebt.
Luftfeuchte
Licht
Boden, Substrate und Bodenbearbeitung
Wachstumssteuerung
Pflanzenschäden, Pflanzenkrankheiten und Wachstumskonkurrenz
Abiotische Schäden
- Blatt
- Blattverfärbungen
- Brandflecken: Außerdem schüzt das Gewächshaus die Tomatenpflanze vor Wasser das auf den Blättern bei direkter Sonneneinstrahlung so genannte
"Brandflecken" verursacht.
- Blüte
- Blütenrieseln
- Gerstenblüten
- Haferblüten
- Frucht
- Blütenendfäule (BER)
- Goldpunktkrankheit
- Grünkragen
- Fruchtansatz gering
- Holfrüchtigkeit oder Puffigkeit
- Platzen der Früchte oder Hartschaligkeit
- Rissigkeit
- Sonnenbrand
- Trieb
- Brüchigkeit
- Spaltung, Doppeltrieb
- Trieb sehr dünn
Ernährungsstörungen
- Bor-Mangel
- CO2-Überschuss
- Mg-Mangel
- Zn-Überschuss
Mycoplasmen und Viren
- Pepino-Mosaik-Virus
- Strichel-Virus
- Tomatenbronzefleckenvirus (TSWV)
- Tabakmosaikvirus
- Tomateninfektionschlorosevirus (TICV)
Bakteriosen
- Allgemein
- Clavibacter michiganensis ssp. michiganensis
- Bakterielle Tomaten-Stengelmarkbräune (Pseudomonas corrugata)
- Bakterielle Tomatenfleckenkrankheit (Pseudomonas syringae pv. tomato)
- Pflanzenschutz bei Bakteriosen
Pilze
- Allgemein
- Alternaria alternata
- Auflaufkrankheiten
- Braunfäule (Pytophtora infestans)
- Didymella-Stängelfäule
- Echter Mehltau (Oidium lycopersici)
- Fusarium
- Fuss- und Wurzelfäule (Phytophtora nicotianae var. noctianae)
- Grauschimmel (Botrytis cinerea)
- Korkwurzelkrankheit
- Rhizoctonia-Stängelgrundfäule
- Samt- und Braunfleckenkrankheit
Tiere
- Älchen, Nematoden
- Blattläuse
- Floridafliege, Minierfliege
- Milben: Gallmilben, Gemeine Spinnmilbe, Rote Spinnmilbe, Rostmilbe (Aculops lycopersici)
- Nervenminierfliege
- Raubwanze
- Raupen
- Thrips
- Trauermücke
- Türkische Motte
- Weisse Fliege
Unkraut
- Allgemein
- Häufigste Unkräuter
- Gegenmassnahmen
Fruchtfolge
Kulturarbeiten
Standortvorbereitung
Pflanzung
Kulturpflege
Kulturabschluss und Standortreinigung
Ernte
Arbeitsweise
Erntezeiten
Erntesteuerung
Aufbereitung + Vermarktung
Qualität
Arbeitsleistung
Ertrag
Lagerung
Die Lagerung der Früchte geschieht am besten bei 13-18 °C und bei einer relativen Luftfeuchte von 80-95 %. Im Gegensatz zu Blattgemüse ist die Tomate bis zu 14 Tage haltbar. Dabei verliert sie kaum wichtige Inhaltsstoffe. Fälschlicherweise bewaren viele Verbraucher Tomaten im Kühlschrank auf, wo sie deutlich an Geschmack, Textur und Haltbarkeit verlieren.
Preise
- mgo.umn.edu/crops/Tomato.htm Kulturinfo Tomate (en)
sddelorm.free.fr/potager/tomate/variete.htm Tomatenarten und -sorten (fr)
uni-bamberg.de/~ba3sw1/gar/tomsort.html#z Tomatenarten und -sorten (dt)