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Timor-Leste

(Details) (Details)
Wahlspruch: Honra, Pátria e Povo
Amtssprache Tetum und Portugiesisch
Hauptstadt Dili
Staatsform Präsidialrepublik
Präsident Xanana Gusmão
Premierminister Mari Alkatiri
Fläche 15.007 km²
Bevölkerung 952.618 (Stand 2002)
Bevölkerungsdichte 63 Einwohner pro km²
Erklärung der Unabhängigkeit 28. November 1975
Anerkennung 20. Mai 2002
Währung US-Dollar
Zeitzone UTC+9
Nationalhymne Pátria
Kfz-Kennzeichen TL
Internet-TLD .tl
Vorwahl +670

Die Demokratische Republik Timor-Leste (Tetum: Timor Loro Sa'e; indones. Timor Timur), auch kurz Osttimor, ist ein Inselstaat in Asien, bestehend aus:

Als Teil der Sunda-Inseln im indonesischen Inselarchipel liegt Timor-Leste genau zwischen Indonesien und Australien.

Inhalt
1 Geschichte
2 Religion
3

Geschichte

Ab dem 14. Jahrhundert gehörte Timor zu dem hinduistisch geprägten indonesischen Majapahit-Königreich. 1586 werden Teile Timors zu einer portugiesischen Kolonie (Portugiesisch-Timor). Der Westteil der Insel war ab dem 17. Jahrhundert Teil der niederländischen Kolonie Niederländisch Ostindien und gehört seit der Unabghängigkeit 1946 zu Indonesien.

Die katholische Kirche verfügte durch ein Konkordat von 1940 über ein Erziehungsmonopol. Im zweiten Weltkrieg wird Timor von den Japanern besetzt. Im Kampf gegen die dort stationierten australischen und nideerländischen Soldaten verlieren bis zu 60.000 Leute ihr Leben. 1951 erhält Ost-Timor den Status eines portugiesischen Überseegebietes. 1972 wird es zur autonomen Region der Republik Portugal; die Einwohner erhalten somit die portugiesische Staatsbürgerschaft.

Am 28. November 1975 erlangte Osttimor als Demokratische Republik Osttimor die Unabhängigkeit. Diese war jedoch nur von kurzer Dauer. Neun Tage später begannen die Indonesischen Streitkräfte mit Billigung der USA mit der Invasion der Insel. Dabei kam es zu Massenmorden und Vergewaltigungen, wodurch bis Mitte Februar 1976 60.000 Timoresen ums Leben kamen. Es wurde Mitte Dezember 1976 eine provisorische Marionettenregierung eingesetzt und im Juli des folgenden Jahres Timor offiziell als 27. Provinz von Indonesien annektiert. Dies wurde von den UN nie anerkannt. Die UN-Resolution 384 forderte ausdrücklich den Rückzug der indonesischen Truppen aus diesem Territorium.

Der Kampf um die Unabhängigkeit

Verschiedene timoresische Gruppierungen kämpften gegen die indonesischen Besatzer und für ein freies Osttimor. Bei den Auseinandersetzungen kam es zu vielen Gräueltaten und Menschenrechtsverletzungen durch das indonesische Militär. Ein trauriger Höhepunkt war das Massaker an Demonstranten (nach Berichten 250) am 12. November 1991 auf einem Friedhof von Dili. Schätzungsweise wurden insgesamt zwischen 100.000 und 350.000 Menschen getötet - bei einer Gesamtbevölkerung von 800.000. 1996 erhielten die Friedens- und Unabhängigkeitsaktivisten Carlos Felipe Ximenes Belo und Jose Ramos-Horta den Friedensnobelpreis.

1999 entschied die indonesische Regierung, ein Referendum über die Zukunft Osttimors durchzuführen. Die Volksabstimmung vom 30. August brachte eine klare Mehrheit (78.5%) gegen die Autonomie und für die Unabhängigkeit Osttimors.

Direkt danach eskalierte die Gewalt gegen die Osttimoresen durch die proindonesischen Milizen, und sogar des Indonesischen Militärs selbst. Unter internationalem Druck zog die indonesische Regierung ihre Truppen aus Osttimor ab und stimmte der Stationierung von UN-Friedenstruppen zur Stabilisierung der Region zu.

Nach der Landung der, von Australien angeführten, UN-Truppe begann die UN-Übergangsverwaltung UNTAET (United Nations Transitional Administration for East Timor) ihre Arbeit. Am 30. August 2001 wurden Wahlen für eine verfassungsgebende Versammlung abgehalten, die ihre Aufgabe im Februar 2002 beendete. Formell wurde Osttimor am 20. Mai 2002 unabhängig und der frühere Rebellenführer Xanana Gusmão zum Präsident gewählt. Am 27. September 2002 wurde Osttimor Mitglied der UN. Seidem 2002 überwacht die UNMISET-Friedensmission den Demokratieprozess.

Religion

90% Katholiken, protestantische, islamische und buddhistische Minderheiten


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.