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1 Lage 2 Politische Zugehörigkeit 3 Landesnatur 4 Bevölkerung 5 Geschichte |
Lage
Timors Mitte liegt etwa bei 125° Ost und 9° Süd. Die Insel ist fast 500 km lang, aber nur 80 km breit und erstreckt sich in west-östlicher Richtung, wobei die Westspitze 150 km südlicher liegt als die Ostspitze. Timor ist die östlichste der Kleinen Sundainseln, daher kommt auch der Name (Timur ist indonesisch für Osten). Flores liegt einige hundert km im WNW, Sulawesi (früher Celebes) etwa 1000 km im NW. 1000 km östlich von Timor liegt Neuguinea, südlich befindet sich jenseits der Timorsee Australien.
Politische Zugehörigkeit
Der Westteil der Insel mit etwa 19.000 km² und zwei Dritteln der Bevölkerung gehört zu Indonesien, der Ostteil mit etwa 14.000 km² bildet seit 2002 die unabhängige Republik Timor-Leste.
Landesnatur
Timor ist im zentralen Teil gebirgig (bis 2960 m hoch) und von Savanne bedeckt, der ursprünglich vorhandene Regenwald ist großteils gerodet. Wie überall in Südostasien wird meist Reis angebaut.
Bevölkerung
Die Bevölkerung besteht hauptsächlich aus Malaien und Papua. Neben einheimischen Sprachen werden Bahasa Indonesia und (in Timor-Leste) portugiesisch gesprochen. Hauptstädte sind Kupang im indonesischen Teil und Dili in Timor-Leste.
Geschichte
Im 16. Jahrhundert wurde die Insel von Portugiesen erobert, wenig später entstanden auch niederländische Niederlassungen. Die Streitigkeiten um die Insel konnte ein Grenzvertrag 1859 nicht schlichten, erst 1914 wurde die Grenze endgültig festgelegt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Insel von Japanern erobert. Der Westen wurde dann indonesisch, der Ostteil blieb bis 1975/76 portugiesisch. Indonesien erkannte die Unabhängigkeitserklärung Ost-Timors nicht an und besetzte auch den Osten. Erst nach jahrzehntelangem Krieg konnte Timor-Leste 2002 tatsächlich unabhängig werden.
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