| Infos Home | Impressum | Original Artikel & Autoren Liste |
Das Wort Theorie (griechisch theôreîn: beobachten, betrachten, schauen) bezeichnete ursprünglich die Betrachtung der Wahrheit durch reines Denken, unabhängig von ihrer Realisierung. Vermutlich deshalb wird der Begriff auch unbestimmt als Gegenteil von Praxis benutzt.
| Inhalt |
|
1 Betrachtung 2 Zitate 3 Siehe auch: 4 5 |
Betrachtung
In den Wissenschaften werden Thesen und Hypothesen aufgestellt, um dann in ein Gesamtkonzept eingebunden zu werden. Sobald dieses Gesamtkonzept einen Teilbereich der Wissenschaft umfasst, spricht man von einer Theorie. (siehe auch Konzept)
Im Rahmen einer Theorie treten Schlussfolgerungen, Gesetze (oder Gesetzmäßigkeiten) und Vorhersagen auf, die einen Vergleich der Theorie mit der von ihr beschriebenen Realität erlauben. Ausgehend von diesem Vergleich kann der Anwendbarkeitsbereich der Theorie bestimmt werden. Theorien können als allgemeingültig, beschränkt anwendbar oder falsch gelten.
Die Vorhersagen der klassischen Mechanik und der speziellen Relativitätstheorie unterscheiden sich beispielsweise deutlich, wenn die betrachteten Objekte sich mit Geschwindigkeiten nahe der Lichtgeschwindigkeit bewegen.
Im Alltag kann man die Unterschiede nicht feststellen, da die klassische Mechanik der Grenzfall der speziellen Relativitätstheorie für v<
Die methodische Art und Weise, wie Theorien zustandekommen, wie also der Zuwachs an Wissen stattfindet, ist umstritten.
In der Soziologie wurde - für die Sozialwissenschaften allgemein - das Konzept der Theorie mittlerer Reichweite entwickelt.
In der Umgangssprache wird der Begriff meist im Sinne von "nur eine Theorie" verstanden, und bezieht sich dann lediglich auf besonders unsichere Erkenntnisse. Dies hat nicht viel mit der wissenschaftlichen Definition von "Theorie" zu tun, und führt leider häufig zu Missverständnissen: Beispielsweise bedeutet der Begriff "Relativitätstheorie" nicht, wie oftmals (von nicht-Wissenschaftlern) fälschlich angenommen, dass diese im Sinne von "nur eine Theorie" besonders unsicher sei. Selbstverständlich ist sie falsifizierbar, aber das Teilwort "-theorie" besagt nichts über die (Un-)Sicherheit der in ihr enthaltenen Aussagen.
www.lsw.uni-heidelberg.de/users/amueller/theorie.html
In der Praxis der Wissenschaft mischen sich induktive und deduktive Elemente ohne Probleme, so dass diese Frage mehr eine wissenschaftstheoretische und weltanschauliche Bedeutung besitzt. Bietet die Wissenschaft mit ihren Theorien einen Weg zu absoluter Wahrheit oder zu einer schrittweisen Annäherung an die Wahrheit (der man sich jedoch nie ganz gewiss sein kann)? Diese zweite, auf Karl Popper zurückgehende, Position wird derzeit von der Mehrheit der Naturwissenschaftler bevorzugt.Zitate
Siehe auch:
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.