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Tachov

Tachov (deutsch Tachau) ist eine Stadt in der westböhmischen Region Pilsen mit ca. 11000 Einwohnern.

Eine Siedlung an der Stelle des heutigen Tachov ist zum ersten Mal 1115 belegt. In der Nähe stand wahrscheinlich auch eine kleine Burg, die 1126-1131 von Soběslav I zu einer Königsburg umgebau wurde. Diese Burg erweiterte Přemysl Ottokar II um 1270 und legte bei ihr auch eine Stadt an, die zum ersten Mal 1285 erwähnt ist. Nach dem Tod Přemysl Ottokars I. wurde die Stadt von der Krone häufig verpfändet, erlebte aber auch Blütezeiten, etwa unter Karl IV. 1427 schlugen die Hussiten bei Tachov ein Kreuzfahrerheer und eroberten auch die Stadt. Ab 1436 war sie wieder in königlichem Besitz, ab 1477 gehörte sie den Herren von Gutstein, ab 1510 wieder dem König. Wegen ihrer Beteiligung am Ständeaufstand zu Beginn des Dreißigjährigen Kriegs verlor sie alle Privilegien und wurde zu einer Provinzstadt, ab 1664 im Besitz der Herren Losy von Losynthal, ab 1781 im Besitz der Familie Windischgrätz (bis 1937). Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich hier bescheidene Industrie, erst ab 1894 war die Stadt an die Eisenbahn angeschlossen. Bis zur Vertreibung 1945 war die Stadt überwiegend von Deutschen besiedelt.


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