Swakopmund
Swakopmund ist eine Stadt in Namibia mit rund 35.000 Einwohnern. Sie liegt an der Mündung des Trockenflusses (in Namibia Rivier genannt) Swakop, der in den Atlantik fließt. Das milde Küstenklima macht die Stadt zu einem begehrten Ausflugsziel vieler Namibier.
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Geschichte
Historische Bedeutung hat die Stadt als Haupthafen der deutschen Kolonialverwaltung in Deutsch-Südwestafrika und als Haupthafen für Einwanderer aus Deutschland.
- 1793 Holländische Seefahrer ankern erstmals kurzzeitig an der Mündung des Swakop
- 1862 hißte die Besatzung des deutschen Kanonenbootes Wolf als Zeichen der Besetzung des Landes die deutsche Flagge an der Mündung des Swakop.
- 1892 Am 4.8.1892 markierte das deutsche Kanonenboot Hyäne mittels zweier Balken die möglich Landestelle für Schiffe nördlich der Mündung des Swakop und demonstrierte damit vor den Engländern den hoheitsrechtlichen Akt der Inbesitznahme dieses Küstenteils für den Bau eines Hafens durch das Deutsche Reich. Dieses Datum wird als Gründungstag der Stadt Swakopmund gefeiert. Die Deutschen begannen unter hohen Kosten einen künstlichen Hafen anzulegen, um von See her den Nachschub für das Landesinnere heranschaffen zu können.
- 1894 Die Hamburger Reederei Woermann nimmt einen regelmäßigen Frachtverkehr auf. In den kommenden Jahren wurde alles, was von der deutschen Kolonie Deutsch-Südwestafrika benötigt wurde, über Swakopmund eingeführt.
- 1899 Am 13.4.1899 wird die erste Telegraphendienststelle im internationalen Dienst eröffnet. Von da ab beginnt der Bau umfangreicher Telegraphenlinien in der Kolonie.
- 1902 wurde mit dem Bau einer Landungsbrücke begonnen. Zuerst wurde sie aus Holz errichtet, um dann 1912 aus Eisen neugebaut zu werden. Die beliebte Brücke wird von den Swakopmundern Jetty genannt. Am 20.6 und 1.7.1902 wird die erste deutsch-südwestafrikanische Eisenbahn von Swakopmund nach Windhuk durch die dort 100 km breite Sandwüste (Namib) eröffnet. (382 km lang; bis 1637 m ü. M.) Der Bahnbau war durch Eisenbahntruppen aus dem Deutschen Reich begonnen worden.
- 1909 Swakopmund erhält das Stadtrecht.
- 1912 Die Küstenfunkstation wird am 4.2.1912 in Dienst gestellt.
- 1914 23.9.,24.9. und 30.10.1914: Beschießung von Swakopmund durch englische Hilfskreuzer.
Wirtschaft
Der Stadtkern ist noch weitgehend durch Bauten aus der Kolonialzeit geprägt. Ein großangelegtes städtebauliches Projekt soll in den nächsten Jahren das Hafengebiet zu einem attraktiven Tourismusmagneten umbauen. Seit 1902 ist die Stadt mit Windhoek durch eine Schmalspureisenbahn verbunden auf der immer noch einmal am Tag ein Gueterzug verkehrt. Vom Swakopmunder Flughafen bestehen taegliche Verbindungen nach Windhoek, Luederitz und Kapstadt.
Bevölkerung
Die meisten Bürger der Stadt leben außerhalb des Zentrums von Swakopmund in den Vororten Kramersdorf, Vineta, Tamariskia und Mondesa. Kramersdorf ist das Villenviertel der Weißen, in Vineta leben gutsituierte Weiße und mittlerweile auch einige schwarze Namibianer. Tamariskia ist das Farbigen-Viertel und Mondesa das 1960 gegründete Ghetto für die ursprünglich in Namibia einheimischen (Nama, Bantus, San). Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die schwarze Bevölkerung inmitten der Stadt gelebt.
Obwohl nur noch etwa 20 Prozent der Einwohner deutscher Abstammung sind ist ihr Einfluss auf das Stadtleben nicht zu verkennen.
- dngev.de Homepage der Deutsch-Namibischen Gesellschaft e.V.
- zvwisev.iway.na/Swakop.htm Informationen zu Swakopmund
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