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Sucre (Bevölkerung 135.000) ist die nominelle Hauptstadt von Bolivien und Sitz des obersten Gerichtshofs, es liegt im zentralen Südteil des Landes und ist Hauptstadt des Departamento Chuquisaca.
Die Stadt wurde 1539 als Ciudad de la Plata de la Nueva Toledo gegründet und war kurz als La Plata sowie Charcas und indianisch Chuquisaca bekannt. Das heutige Bolivien wurde im 18. Jahrhundert für seinen Reichtum an Silber La Plata genannt (plata bedeutet Silber bzw. Reichtum allgemein), danach ist auch der Rio de la Plata benannt, weil dort die Ausfuhrhäfen waren.
Verkehrsmäßig zu abgelegen nach dem wirtschaftlichen Niedergang Potosís wurde es 1898 als Regierungssitz für La Paz aufgegeben. Die Stadt ist seit 1839 nach dem revolutionären Führer Antonio José de Sucre benannt.
Sucre liegt auf 2800 m ü NN, hat ein sehr angenehmes, gemäßigtes Klima und gilt als die schönste Stadt Boliviens. Die Altstadt von Sucre mit ihren weißen Gebäuden ist als das am besten erhaltene Beispiel einer spanischen Kolonialstadt in Südamerika seit 1990 Weltkulturerbe der UNESCO. Sucre hat eine Universität und einen Flughafen.
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