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1 Geschichte 2 Kartenblätter
2.1 Französisches Blatt
3 Spielkartensteuer2.2 Französisches Blatt mit deutschen Farben 2.3 Deutsches Blatt 2.4 Tarockblatt 2.5 andere Spielkarten 4 Siehe auch 5 |
Geschichte
Die Produktion von Spielkarten ist wahrscheinlich der Beginn der Entwicklung des Holzschnittes. Nachweislich wurde in Italien bereits in den siebziger Jahren des 14. Jahrhunderts mit Karten gespielt, die zu jener Zeit handbemalt waren. Das so genannte "Ambräser Hofämterspiel",
das um 1450 entstand, ist das älteste, gedruckte und nachträglich kolorierte Kartenspiel, das bis heute erhalten geblieben ist. Aufgrund seiner Symbolik geht man davon aus, dass es aus dem Höfischen Umfeld entstanden ist.
Heute übliche Spielkarten dürften sich von Tarot-Karten ableiten, wobei das Blatt auf die Zahlkarten und Hofkarten reduziert ist. In diesem System hat jede Karte einen Zahlenwert und eine von 4 Farben. Somit ergeben sich im vollstängen Blatt die Zahlenwerte 1 (= As), 2, ..., 10 und den drei Hofkarten 13 Karten pro Farbe, also insgesamt 52 Karten pro Spielsatz, auch Blatt genannt.
Kartenblätter
In Deutschland und Österreich sind zwei verschiedene Typen in Gebrauch, das deutsche und das französische Blatt; in Österreich kommt dazu noch das Tarockblatt.
Französisches Blatt
Es hat die Farbwerte
| Herz | Karo | Pik | Kreuz |
|---|---|---|---|
Die Kartenwerte reichen von Eins (Ass) bis zehn und setzen sich dann mit den Hofkarten Bube/Page, Dame und König fort. Das ergibt insgesamt 52 Blatt. Für manche Spiele (Rommé, Canasta werden diese noch durch ein bis zwei Joker ergänzt.
Französisches Blatt mit deutschen Farben
Das französische Blatt mit deutschen Farben ist das offizielle Tunierblatt der Internationalen Skatordnung für Skat. Es handelt sich hierbei um ein Blatt, das die französische Symbolik verwendet. Die Symbole sind jedoch nicht, wie üblich Schwarz und Rot sondern Schwarz, Grün, Rot und Gelb.
| Herz | Karo | Pik | Kreuz |
|---|---|---|---|
Deutsches Blatt
Das deutsche Blatt kennt die Farben Eichel, Grün (Gras, Laub), Herz und Schellen.
In den meisten heute gebräuchlichen Varianten reichen die Kartenwerte von 7 bis 10 sowie Unter, Ober, König und Ass. In manchen Spielen kommt dazu der "Weli" als Joker. Der Ober leitet sich vermutlich vom Ritter des Tarot-Blattes ab.
Das deutsche Blatt zerfällt in viele regionale Ausführungen, die sich in unterschiedlichen Details der Farbsymbole und speziell in den Zeichnungen der Hofkarten und des As unterscheiden. Es gibt z.B. altdeutsches, schweizerdeutsches, baierisches, fränkisches oder badisches Blatt.
Das Schweizer Nationalspiel Jass bedient sich östlich der Brünig-Napf-Reuss-Linie einer Variante der deutschen Karten mit 36 Karten, die schweizerdeutschen Karten. Sie bestehen aus den Farben Eichel, Schilde, Schelle und Rose. Die Werte sind Sechser bis Neuner, Banner, Under, Ober, König und As.
Viele populäre Kartenspiele verwenden ein weiter reduziertes Blatt, wobei die kleinen Zahlenkarten entfallen. Im Extremfall verbleiben damit beim kurzen Schafkopf nur noch die Kartenwerte 9, 10, Unter, Ober, König und As. Beim Schnapsen wird auch noch die 9 weggelassen, das Blatt reduziert sich damit auf 20 Karten. Auch die Reihenfolge in der Wertigkeit der Karten kann sehr verschieden sein. Andere Spiele verdoppeln ein evtl. reduziertes Blatt.
Die Farbzuordnung zwischen Deutschem und Französischem Blatt erfolgt meist in folgender Form:
Auch beim Tarockblatt gibt es viele regionale Ausführungen, die sich in der Gestaltung der Hofkarten und den Abbildungen auf den Tarockkarten unterscheiden.
Das Deutsche Spielkartenmuseum in Leinfelden-Echterdingen hat eine umfangreiche Sammlung historischer Spielkarten. Diese Sammlung wurde von der ehemals dort ansässigen traditionellen Spielkartenfabrik ASS erworben.
andere Spielkarten
Neben den hier beschriebenen klassischen Spielkarten gibt es zahlreiche Kinder-Spielkarten, mit besonderen Motiven wie Autos, Motorräder, Flugzeuge etc. und Frage/Antwort-Spiele oder die Karten sind Bestandteil eines komplexeren Brettspiels als Ereignis- und Wertkarte.Spielkartensteuer
Spielkarten wurden schon bald nach der Einführung steuerpflichtig und wurden daher von dem Landesherrn, der die Steuer einzog, bzw. seinen Beauftragten gestempelt. Der Spielkartenhersteller druckte auf einer festgelegten Karte auf die Vorderseite einen kleinen weißen Kreis, auf der dann der Steuerbeamte seinen Stempel setzte. Danach durften die Karten verkauft werden.
Die Steuer war ein wesentlicher Anteil des Verkaufpreises. Die Spielkartensteuer wurde in Deutschland wegen des geringen Ertrages zum 1.1.1981 abgeschafft.Siehe auch
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Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste"). Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz. |