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Serbien und Montenegro

(Details)
Wahlspruch: kein gemeinsamer Wahlspruch vorhanden
Amtssprachen Serbisch, Albanisch, Türkisch, Ungarisch
Hauptstadt Belgrad
Staatsform Staatenunion ¹
Staatsoberhaupt/Präsident Svetozar Marović
Fläche 102.350 km²
Einwohnerzahl 10.662.087
Bevölkerungsdichte 104 Einwohner pro km²
Währung Serbien: Dinar, Montenegro: Euro
Zeitzone UTC+1
Nationalhymne Hej, Sloveni
Kfz-Kennzeichen SCG
Internet-TLD .cs
Vorwahl + 381
¹ eigentlich ein Bundesstaat mit reduzierten Kompetenzen bestehend aus den zwei Republiken Serbien und Montenegro
Am 4. Februar 2003 hat die Staatenverbindung Serbien und Montenegro (serbisch Srbija i Crna Gora) die bisherige Bundesrepublik Jugoslawien ersetzt. Diese Umwandlung trat durch Parlamentsbeschluss in Kraft.

Die Mitgliedsstaaten Serbien und Montenegro des Staatenbundes sind keine eigenständigen Mitglieder der UNO, sondern haben in der Generalversammlung den gemeinsamen Sitz der bisherigen Bundesrepublik Jugoslawien.

Die Teilstaaten haben jeweils eine eigene Wirtschaftspolitik, und auch eine eigene Währung: Im Zuge der Umgründung wurde der ehemalige "Jugoslawische Neue Dinar" (YUM) in "Serbischer Dinar" (CSD) umbenannt und von Serbien mit unveränderten Umrechnungskursen als Landeswährung übernommen. Montenegro führte den Euro als gesetzliches Zahlungsmittel ein.

Es besteht ein gemeinsames Parlament mit 126 Abgesandten, und einige weitere gemeinsame Institutionen wie ein gemeinsamer Präsident und ein gemeinsamer Ministerrat, der fünf Ministerien umfasst (Verteidigung, Außenpolitik, Außenwirtschaftliche Beziehungen, Binnenwirtschaftliche Harmonisation, Bürger- und Minderheitenrechte). Das gemeinsame Parlament tagt in Belgrad, das Verfassungsgericht hat seinen Sitz in Podgorica.

Serbien und Montenegro ist eines der ärmsten Länder Europas. Das Nettodurchschnittseinkommen betrug im Jahr 2002 149 Euro monatlich.

Der Staatenbund grenzt an Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Mazedonien und Albanien und ist ein Anrainerstaat des Mittelmeers.

Weil die Regierung die Zusammenarbeit mit dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag verweigert, hat die US-Regierung Finanzspritzen für das Land gestrichen. Zudem herrscht Unsicherheit über die Zukunft des Staatenbundes mit Montenegro und die Entwicklungen im offiziell zum Staat gehörenden Kosovo.

Siehe auch:


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