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Nach Art der Gewinnung unterscheidet man zwischen Maulbeerseide, die sich aus der Zucht von Raupen ergibt, die sich von den Blättern des Maulbeerbaums ernähren. Oder Wildseide (Tussahseide) für deren Gewinnung die Kokons bereits geschlüpfter Schmetterlinge verwendet werden. Die Raupe des Seidenspinners ernährt sich von den Blättern des Maulbeerbaums. Schon das alte China kannte die Seide. Ihr Ursprung liegt in grauer Vorzeit, wo die Mythen sich kreuzen. Der Sage nach soll der legendäre Kaiser Fuxi als erster auf den Gedanken gekommen sein, Seidenraupen, die auf Maulbeerbäumen ihre Nahrung fanden, zur Herstellung von Gewändern zu nutzen. Fuxi gilt auch als Erfinder eines mit Seidenfäden bespannten Saiteninstruments. Die Sage nennt noch einen weiteren berühmten Kaiser: Shennong, den "Gott des Ackerbaus", der das Volk gelehrt haben soll, Maulbeerbäume und Hanf anzubauen, um Seide und Hanfleinen zu gewinnen. Xiling, die Gattin des Gelben Kaiser Huang Di, hat angeblich im 3. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung dem Volk die Nutzung von Kokons und Seide zur Herstellung von Kleidungsstücken beigebracht. Um in den Besitz von Seide zu gelangen, muß man die Fäden, in die sich der Seidenspinner einwickelt, vom Kokon abhaspeln. Doch um Qualitätsseide zu erlangen, sind bei der Aufzucht der Seidenraupen besondere Bedingungen ausschlaggebend, die geheimgehalten wurden. Diese dürften die Ursache für das Mysterium, das die Seide jahrhundertelang umgab, gewesen sein.
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