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Ludwig machte nun zwei taktische Fehler: Er begann nicht mit einer Belagerung des nahe gelegenen und schwach verteidigten Alexandria und er verzichtete auf die Verfolgung der geschlagenen ayyubidischen Armee. Erst im November stieß er ins Landesinnere vor. Dort hatte Sultan as-Salih inzwischen seine Truppen neu gesammelt. Als der Sultan in der Nacht vom 22 auf den 23. November starb und die ayyubidische Herrschaft erschüttert schien, ergriff Sagar, die Witwe as-Salihs, entschlossen die Herrschaft. Die Mamlukengarde des Sultanats stellte sich erfolgreich den französischen Kreuzfahrern entgegen, stoppte ihren Vormarsch und kesselte sie bei al-Mansura ein. Die von Kämpfen, Hunger und Krankheiten geschwächten Kreuzfahrer kapitulierten im April 1250 und begaben sich in Gefangenschaft. Schließlich schloss Ludwig einen Vertrag mit dem neuen Sultan Turansah, der ihnm gegen die Rückgabe Damiettes und ein hohes Lösegeld den freien Abzug ermöglichte.
Für die Christen war der Sechste Kreuzzug ein gewaltiger Fehlschlag. Auf muslimischer Seite hatte er insofern Bedeutung, als die Mamluken großen Anteil am Sieg hatten. Noch 1250 ermordeten mamlukische Offiziere Sultan Turansah und brachten Ägypten nach einer Phase des Chaos' in ihre Gewalt. Immerhin brachten diese innermuslimischen Wirren den verbliebenen Kreuzfahrerstaaten eine vorübergehende Entlastung.
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