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Schattenwirtschaft

Schattenwirtschaft ist ein Begriff für alle unbeobachteten wirtschaftlichen Aktivitäten innerhalb einer Volkswirtschaft. Im engen Sinne umfasst der Begriff vor allem die Schwarzarbeit und den Mißbrauch von Transferleistungen, sowie kriminelle wirtschaftliche Aktivitäten wie den Drogenhandel, Schmuggel oder die Hehlerei. Im weiten Sinne zählen zudem der Haushaltssektor (z.B. selbst geleistete Heimwerkerarbeit) und der informelle Sektor (z.B. Nachbarschaftshilfe oder ehrenamtliche Tätigkeiten) zur Schattenwirtschaft.

Da die Schattenwirtschaft von ihrer Definition den unbeobachteten Teil der Wirtschaftsleistung darstellt, kann ihre Höhe nur geschätzt werden. In der Regel werden nur Angaben in Prozent des Bruttoinlandsprodukts verwendet. Die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung erfasst die Schattenwirtschaft nicht.

Typische Aktivitäten der Schattenwirtschaft sind:

Negative Folgen der Schattenwirtschaft sind sinkende Einnahmen bei Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen. Diese werden jedoch zu einem Teil kompensiert: Durch die Umgehung der Steuern und Abgaben ist der relative Preis eines Gutes in der Schattenwirtschaft jedoch billiger als in der offiziellen Wirtschaft. Dadurch kann unterhalb des herrschenden Marktpreises eine zusätzliche Nachfrage abgeschöpft werden. Die Einnahmen aus schattenwirtschaftlichen Aktivitäten fließen zum Teil wieder in die offizielle Wirtschaft, wo sie zu steuer- und abgabenpflichtigen Transaktionen verwendet werden.

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