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Pilgerwesen
Santiago wurde 830 zum Wallfahrtsort, als man die in einem Grab gefundenen Gebeine dem Apostel Jakobus zuschrieb. In der eindrucksvollen Kathedrale schmückt ein goldener Baldachin den Altar. Ein ständiger Pilgerstrom bildet Schlangen, eine große Sitzfigur des hl. Jakobus wird als Zeichen der Ehrerbietung umarmt und geküsst.
Santiago de Compostela war neben Rom und Jerusalem das bedeutendste Pilgerziel des christlichen Mittelalters. Das Einzugsgebiet reichte von Skandinavien bis ins östliche Mitteleuropa. Im 15. Jahrhundert wurden heilige Jahre eingeführt, die immer dann stattfinden, wenn der Jakobstag (25. Juli) auf einen Sonntag fällt. Das Jahr 2004 ist zum Beispiel ein heiliges Jahr. Das nächste heilige Jahr wird 2010 sein. Seit dem Heiligen Jahr 1976 erlebt der Jakobsweg eine Renaissance. Jährlich treffen etwa 70.000 Pilger zu Fuß oder mit dem Fahrrad in Santiago ein.
In Deutschland kümmert sich die Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft e.V um die Betreuung der Pilger und um die wissenschaftliche Aufarbeitung der Pilgerfahrten nach Santiago de Compostela.
Ein weiterer Pilgerweg führt von Sevilla nach Santiago de Compostela, der sogenannte Silberweg oder Ruta de la Plata. Er führt entlang der Grenze zu Portugal durch die Extremadura und wurde vor etwa 2000 Jahren von den Römern erbaut. Die Mauren nannten ihn "Ruta Bal'latta", was "breiter gepflasterter Weg" bedeutet.
Kathedrale auf der spanischen 5-Cent-Münze |
Die Fassade der Kathedrale von Santiago de Compostela ist auch auf den Spanischen Cent-Münzen (0,01 € - 0,05 € Münzen) abgebildet.
Sehenswert ist daneben die von der UNESCO geschützte Altstadt (Weltkulturerbe).
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Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste"). Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz. |