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Rostock

Wappen Karte
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Kreis: Kreisfreie Stadt
Fläche: 180,99 km²
Einwohner: 198.303 (31.12.2003)
Bevölkerungsdichte: 1094,33 Einwohner/km²
Höhe: ca. 13 m ü. NN
Postleitzahl: 18001-18147(alte PLZ 2500-2550)
Vorwahl: 0381
Geografische Lage: 54° 04' n. Br. 12° 07' ö. L.
KFZ-Kennzeichen: HRO
Amtliche Gemeindekennzahl: 13 0 03 000
Gliederung des Stadtgebiets: 8 Ortsamtsbereichemit mehreren Ortsteilen
Adresse der Stadtverwaltung: Neuer Markt 118055 Rostock
Website: www.rostock.de www.rostock.de
E-Mail-Adresse: info@rostock.de info@rostock.de
Politik
Oberbürgermeister: Arno Pöker (SPD)

Die Hansestadt Rostock ist eine Stadt im Nordosten Deutschlands. Die Universitätsstadt an der Warnowmündung ist die größte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns, liegt im Landesteil Mecklenburg und ist eines von vier Oberzentren des Landes.

Prägend sind Hafen, Hanse, Universität Rostock, Ostsee, Backsteingotik und Lebensmittelindustrie.

Außerdem ist sie nach Kiel und Lübeck die drittgrößte Hafenstadt an der deutschen Ostseeküste.

Inhalt
1 Geografie
2 Wappen
3 Geschichte
4 Politik
5 Stadtgliederung
6 Religion
7 Städtepartnerschaften
8 Wirtschaft
9 Bildung
10 Kultur, Sport und Sehenswürdigkeiten
11 Persönlichkeiten
12

Geografie

Rostock liegt ziemlich genau in der nördlichen Mitte Mecklenburgs. Das Stadtgebiet erstreckt sich um die Warnow, die als „Unterwarnow“ vom Rostocker Stadtzentrum, bis zur ca. 12 km entfernten Küste schiffbar ist. Vor der Mündung in die Ostsee beim Stadtteil Warnemünde weitet sich die Unterwarnow in Richtung Osten zum sog. „Breitling“ aus. Hier befindet sich der Rostocker Seehafen.

Wappen

Beschreibung: In geteiltem Schild, oben in Blau ein schreitender goldener Greif mit aufgeworfenem Schweif und ausgeschlagener roter Zunge; unten von Silber über Rot geteilt. Die Stadtflagge besteht aus drei waagerechten Streifen in den Farben Blau-Weiß-Rot, wobei der obere blaue Streifen die Hälfte der Flaggenhöhe und die beiden anderen Streifen je ein Viertel der Flaggenhöhe einnehmen. Im blauen Streifen befindet sich der zum Liek gewendete, schreitende gelbe Greif mit aufgeworfenem Schweif und ausgeschlagener roter Zunge. Bedeutung: Das Wappen ist bereits seit 1367 als Siegelstempel nachweisbar. Der goldene Greif war das herrschaftliche Zeichen der Fürsten von Rostock. Silber und Rot sind die Farben der Hanse. Die Flagge ist erst seit 1418 nachweisbar, wobei die Farben nicht überliefert sind. Es wird aber angenommen, dass die Wappenfarben bereits damals auch für die Stadtflagge maßgebend waren. Im Laufe der Geschichte hat sich die Flagge mehrmals verändert. In der heutigen Form wurde sie in der Hauptsatzung von 1991 festgelegt. Rostocks Wahlspruch ist in goldenen Lettern am Steintor zu lesen: Sit intra te concordia et publica felicitas („In deinen Mauern herrsche Eintracht und allgemeines Wohlergehen“).

Geschichte

Rostock wurde um das Jahr 1160 aus einer slawischen Siedlung an der Warnow gegründet und erhielt 1218 das Lübecker Stadtrecht.

1419 wurde die Universität Rostock als erste Universität Nordeuropas gegründet. Im Mittelalter gehörte die Stadt der Hanse an. Während Lübeck als Perle der Hanse galt, so war Rostock eine der reichsten Städte in diesem Bund. Berühmt war Rostock für sein rötliches, wohlschmeckendes Bier.

In Rostock lief der erste deutsche Schraubendampfer vom Stapel. In der Stadt gab es bis zum Zweiten Weltkrieg zwei Flugzeugwerften. Der Ingenieur Ernst Heinkel begründete hier die Heinkel-Flugzeugwerke bereits in den 20er Jahren. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten begann parallel zur Ausweitung der Flugzeugproduktion auch der rapide Zuwachs der Einwohnerzahlen. Rostock erreichte Großstadt-Status.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Innenstadt schwer von den Alliierten bombardiert und später wieder aufgebaut. Die Stadt wuchs nach dem Krieg - vor allem mit großen Neubaugebieten - weiter; der in dieser Zeit entstandene neue Überseehafen am Breitling entwickelte sich zu dem Hafen der DDR.

Von 1989 bis 2003 nahm die Einwohnerzahl stark ab. 2003 fand in Rostock die Internationale Gartenbauausstellung statt. Im selben Jahr wurde der Warnow-Tunnel eröffnet. Die Bewerbung mit Leipzig um die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2012 scheiterte bei der internationalen Vorauswahl durch das IOC am 18. Mai 2004.

Politik

An der Spitze der Stadt stand seit dem 13. Jahrhundert der Rat mit zunächst 10, später 24 Ratsherren. Den Vorsitz hatte der Proconsules bzw. Bürgermeister. Im 19. Jahrhundert gab es sogar 3 Bürgermeister. Ab 1925 tragen die Bürgermeister den Titel Oberbürgermeister. Dieser wurde über Jahrhunderte vom Rat der Stadt gewählt. Seit 2002 wird er direkt vom Volk gewählt.

Als Vertretung der Bürger gibt es eine Stadtvertretung, die in Rostock die Bezeichnung Bürgerschaft trägt (in anderen Städten heißt dieses Gremium auch Gemeinderat, Stadtverordnetenversammlung oder Rat der Stadt). Die Mitglieder der Bürgerschaft (derzeit 53) werden von den Bürgern der Stadt auf 5 Jahre gewählt. Vorsitzender ist der Präsident der Bürgerschaft. Dieses zusätzliche repräsentative Amt in der Stadt wurde 1990 neben dem Amt des Oberbürgermeisters durch das „Gesetz über die Selbstverwaltung der Gemeinden und Landkreise in der DDR“ durch die damalige Volkskammer der DDR eingeführt. Es wurde zunächst hauptamtlich wahrgenommen. Seit der Änderung der Kommunalverfassung 1994 wird es nur noch ehrenamtlich ausgeführt. Der Präsident der Bürgerschaft leitet die Sitzungen, bereitet diese vor und vertritt die Bürgerschaft nach außen. Er repräsentiert zusammen mit dem Oberbürgermeister die Stadt.

Seit 1995 ist Arno Pöker (SPD) Bürgermeister der Hansestadt Rostock.

Siehe auch:

Präsidenten der Bürgerschaft

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Rostocks ist in acht Ortsamtbereiche mit jeweils mehreren Ortsteilen gegliedert. Manche Ortsteile sind in weitere Stadtteile mit besonderem Namen aufgeteilt, die sich im Laufe der Zeit eingebürgert haben.

Alle Ortsteile der Stadt sind zu insgesamt 19 Ortsteilvertretungen zusammen gefasst. Diese Gremien heißen Ortsbeiräte und werden von der Bürgerschaft der Stadt Rostock nach jeder Kommunalwahl neu bestimmt. Ihre Mitgliederzahl schwankt je nach Größe ihres Zuständigkeitsbereichs zwischen neun und 13. Die Ortsbeiräte sind zu wichtigen Angelegenheiten in ihren Ortsteilen zu hören. Sie sind vor allem beratend tätig. Eine endgültige Entscheidungskompetenz hat jedoch nur die Bürgerschaft der Gesamtstadt.

Die acht Ortsamtsbereiche mit ihren zugehörigen Ortsteilen bzw. Stadtteilen:

Nachbargemeinden

Folgende Gemeinden, benannt nach dem Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten, grenzen an die Stadt Rostock. Sie gehören alle zum
Landkreis Bad Doberan.

Graal-Müritz (amtsfreie Gemeinde), Gelbensande, Rövershagen, Mönchhagen und Bentwisch (alle Amt Rostocker Heide), Broderstorf und Roggentin (beide Amt Carbäk), Kessin (Amt Warnow Ost), Papendorf, Kritzmow, Lambrechtshagen (alle Amt Warnow West), Admannshagen-Bargeshagen (Amt Bad Doberan) und Elmenhorst-Lichtenhagen (Amt Warnow West)

Eingemeindungen

Die Stadt Rostock erwarb im Jahr 1323 das Dorf Warnemünde. Bis ins 20. Jahrhunderte war dieses Küstendorf an der Warnowmündung eine Exklave von Rostock. Die Dörfer bzw. Gemeinden zwischen Rostock und Warnemünde wurden erst im 20. Jahrhundert eingemeindet, so dass ab 1934 erstmals ein geschlossenes Stadtgebiet zwischen beiden Teilen geschaffen werden konnte. Im 14. und 15. Jahrhundert konnte Rostock darüber hinaus das Waldgebiet östlich der Warnow („Rostocker Heide“) sowie einige nahegelegenen Dörfer (Bartelsdorf, Bentwisch, Brodersdorf, Kassebohm, Kessin, Rövershagen, Riekdahl, Stuthof, Willershagen und Gragetopshof) erwerben. Die meisten dieser Orte wurde jedoch später wieder als eigenständige Gemeinden geführt und erst im 20. Jahrhundert wieder dem Stadtgebiet Rostocks angeschlossen (vgl. Tabelle).

Im Einzelnen wurden folgende Gemeinden bzw. Gemarkungen in die Stadt Rostock eingegliedert:

Jahr Orte Zuwachs in ha
1323 Warnemünde ?
01.01.1913 Dierkow ?
14.07.1919 Barnstorf, Bartelsdorf, Bramow, Dalwitzhof, Damerow, Kassebohm, Riekdahl ?
09.12.1924 Hinrichshagen, Markgrafenheide, Meyers Hausstelle, Schnaterman, Torfbrücke, Waldhaus, Wiethagen ?
01.04.1930 Kloster zum Heiligen Kreuz ?
08.03.1934 Diedrichshagen, Gehlsdorf, Groß Klein, Lütten Klein, Marienehe, Schmarl, Schutow ?
01.07.1950 Biestow, Evershagen, Krummendorf, Peez, Petersdorf, Stuthof, Toitenwinkel ?
01.01.1960 Hinrichsdorf, Nienhagen ?
10.09.1978 Jürgeshof ?

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter bzw. der Stadtverwaltung selbst.

Jahr Einwohnerzahlen
1380 ca. 11.000
1522 10.400
1594 14.800
1773 9.000
1806 12.756
1840 19.413
1850 22.652
Jahr Einwohnerzahlen
1. Dezember 1871 ¹ 30.980
1. Dezember 1890 ¹ 44.409
1. Dezember 1900 ¹ 54.713
1. Dezember 1910 ¹ 65.383
16. Juni 1925 ¹ 77.669
16. Juni 1933 ¹ 90.150
17. Mai 1939 ¹ 121.192
Jahr Einwohnerzahlen
29. Oktober 1946 114.869
31. August 1950 133.109
31. Dezember 1960 158.630
31. Dezember 1972 204.656
30. Juni 1981 234.500
31. Dezember 1988 253.990
31. Dezember 2002 198.259
¹ Volkszählungsergebnis

Religion

Die Bevölkerung der Stadt Rostock gehörte anfangs zum Bistum Schwerin bzw. zum Erzbistum Bremen. Rostock war Sitz eines eigenen Archidiakonats.

1531 führte der Rat der Stadt die Reformation ein. Danach war Rostock über Jahrhunderte eine protestantische Stadt. Vorherrschend war das lutherische Bekenntnis. Die Stadt hatte einen eigenen Superintendenten und ein eigenes geistliches Ministerium. Heute gehören die Kirchengemeinden der Stadt zu den Propsteien Rostock-Nord, Rostock-Ost und Rostock-Süd innerhalb des Kirchenkreises Rostock der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs.

Im 19. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken in die Stadt. Sie gründeten 1872 die erste Pfarrgemeinde seit der Reformation und erhielten 1909 ihre erste Kirche, die Christuskirche. Die Gemeindeglieder gehörten - wie ganz Mecklenburg - zunächst zum Apostolischen Vikariat der Nordischen Missionen, dessen Jurisdiktion dauernd mit dem Bischofsstuhle zu Osnabrück verbunden war. 1930 wurde das Gebiet offiziell Teil des Bistums Osnabrück (Dekanat Mecklenburg). 1941 wurde das Dekanat Mecklenburg in einen westlichen, einen mittleren und einen östlichen Konferenzbezirk aufgeteilt. Durch die Grenzziehung nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es immer schwieriger für den Osnabrücker Bischof, seine Amtsgeschäfte in Mecklenburg wahrzunehmen. So entstand 1946 das Bischöfliche Kommissariat Schwerin, aus dem 1973 das Bischöfliche Amt Schwerin mit einem Apostolischen Administrator als „residierenden Bischof“ hervorging. Dieses ging nach Gründung des Erzbistums Hamburg 1995 in dieses neue Erzbistum über. Die Pfarrgemeinden der Stadt Rostock gehören somit heute zum Dekanat Rostock des Erzbischöflichen Amtes Schwerin innerhalb des Erzbistums Hamburg.

Städtepartnerschaften

Rostock unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:

Wirtschaft

Rostock hat den größten deutschen Ostseehafen. Dieser ist Verkehrsknotenpunkt für den Fährverkehr nach Nordeuropa (Dänemark, Schweden, Finnland und Lettland). In der Hansestadt angesiedelt sind Werftindustrie, Reedereien, Oberlandesgericht, Biotechnologie und Nahrungsmittelindustrie.

Verkehr

Die Infrastruktur Rostocks ist für eine Stadt mit ca. 200.000 Einwohnern beachtlich. Der ÖPNV wird u.a. durch die S-Bahn Rostock sowie durch Straßenbahnen und Busse der Rostocker Straßenbahn AG bedient. 2003 wurde hier der erste privat finanzierte und mautpflichtige Tunnel Deutschlands (Warnowtunnel), welcher die Warnow in Höhe Schmarl unterquert, eröffnet.

Die Autobahnen A19, A20 und die Bundesstraße 103 umrahmen Rostock zusätzlich.

Etwa 20 km südöstlich befindet sich der Flughafen Rostock-Laage.

Ansässige Unternehmen

Die traditionellen Industrien des Schiffbaus und der Fischverarbeitung Rostocks verloren nach der Wende in der DDR stark an Bedeutung, zahlreiche Beschäftigte verloren ihre Arbeit. Es gibt jedoch in Rostock noch Maschinenfabriken, Werften (Schiffswerft Neptun, Aker Warnowwerft) und weitere Industriebetriebe.

Der Dienstleistungssektor gewinnt in der Stadt zunehmend an Bedeutung. Besonders Callcenter (Telegate, Sixt, Bertelsmann und diverse kleinere) siedeln sich hier wegen der hochdeutschen Sprache und dem guten Arbeitskräfteangebot an. Größter Arbeitgeber der Stadt heute ist die Rostocker Universität.

Medien

In Rostock erscheint als Tageszeitung die Ostsee-Zeitung sowie die Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Öffentliche Einrichtungen

Rostock ist Sitz folgender Institutionen und Einrichtungen bzw. Körperschaften des öffentlichen Rechts

Bildung

In Rostock gibt es ferner das komplette Angebot an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen.

Kultur, Sport und Sehenswürdigkeiten

Sehenswert ist vor allem die Rostocker Innenstadt sowie der Stadtteil Warnemünde.

Theater

Museen

Bauwerke

Sonstige Sehenswürdigkeiten

In Warnemünde:

Veranstaltungen

Sport

Der mittlerweile langjährige Bundesliga-Club
FC Hansa Rostock gehört, bildlich gesprochen, zu den sportlichen Leuchttürmen des Landes. Außerdem hat im Handball der HC Empor Rostock einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt.

Eine erfolgreiche Bewerbung um die Olympiade 2012 hätte die Olympischen Segelwettbewerbe und eventuell einige Fußballspiele nach Rostock gebracht.

Neben den klassischen Sportarten wie Fußball, Handball, Leichtathletik, Ringen, Basketball, etc. bietet sich Rostock auch sehr für Segeln und andere Wassersportarten an.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Die Hansestadt Rostock hat folgenden Personen das
Ehrenbürgerrecht verliehen (Auflistung chronologisch nach Verleihung): Den ehemaligen Ehrenbürgern Adolf Hitler, Friedrich Hildebrandt, Hermann Schuldt, Johannes Warnke und Karl Mewis wurde die Ehrenbürgerwürde wieder aberkannt.

Söhne und Töchter der Stadt

In Rostock geborene bedeutende Persönlichkeiten chronologisch nach Geburtsjahr:

In Rostock lebende oder wirkende Persönlichkeiten:

Allgemein

Bildung und Kultur

Geschichte

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