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Normalerweise stehen neben Referenzparametern auch Wertparameter zur Verfügung, die die Übergabe von Ausdrücken erlauben, jedoch keine Rückgabe von Werten.
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1 Beispiel 2 Formale und aktuelle Parameter 3 Referenzparameter in C |
Beispiel
In der Sprache Pascal muss beim Unterprogrammaufruf für jeden Referenzparameter eine Variable, ein Feld- oder Strukurelement als aktueller Parameter angegeben werden:
1 (* Uebergabe der Variablen X als Referenzparameter in PASCAL *)
2 PROGRAM Demo(input,output);
3 VAR X: integer;
4 PROCEDURE Inkrementiere(VAR N: Integer);
5 BEGIN N:=N+1; END;
6 BEGIN
7 Write('Bitte X eingeben'); ReadLn(X);
8 Inkrementiere(X);
8 Write('Der Nachfolger von X ist: '; WriteLn(X);
9 END.
Die Funktion Inkrementiere hat den Referenzparameter N (Zeile 4), der in Zeile 9 durch die Variable 'X' als aktuellen Parameter X ersetzt wird. Die Unterprogramme Write und WriteLn (Zeilen 7 und 8) verwenden Wertparameter, während ReadLn einen Referenzparameter verlangt (Zeile 7), für den hier auch X eingesetzt wird. Dadurch ist z. B. WriteLn(2*X) ohne weiteres möglich, während ReadLn(2*X) einen Syntaxfehler bei der Übersetzung erzeugt.| Referenzparameter | Wertparameter | |
|---|---|---|
| Formale Parameter | Einfache Variablen und strukturierte Variablen | Einfache Variablen und strukturierte Variablen |
| Aktuelle Parameter | Nur Variablen, Felder, Feldelemente, Strukturelemente. Keine Konstanten und Ausdrücke | Beliebige Ausdrücke wie 1.0, 2*X, sin(x), y[i] |
| Übergabe | Als Adresse übergeben (geringer Aufwand bei Feldern) | Als Kopie (hoher Aufwand bei Feldern) |
| Zuweisung innerhalb Unterprogramm | möglich | möglich oder verboten (je nach Programmiersprache) |
| Rückgabe des Wertes bei Unterprogrammende | ja | nein |
Moderne (optimierende) Compiler können bei Übergabe von Wertparametern ermitteln, ob eine Kopie nötig ist und gegebenenfalls darauf verzichten.
Referenzparameter in C
In der Sprache C werden Parameter normalerweise als Wertparameter übergeben. Felder und Unterprogramme werden jedoch immer als Referenzparameter übergeben. Für normale Variablen muss man einen formalen Zeigerparameter erzeugen und über den Adressoperator die Adresse des Variablenspeichers übergeben.
1 /* Uebergabe der Variablen x als Zeigerparameter p in C /*
2 int x;
3 main(argc, argv)
3 int argc; char ** argv;
4 { printf("Bitte Wert eingeben: "); scanf("%d",&x);
5 increment(&x);
6 printf("Das Ergebnis ist %d\
", x);
7 }
8 increment(p)
9 int *p;
10 { (*p)=(*p)+1;
11 }
In Zeile 5 wird der Adressoperator & verwendet, um die Adresse der Variablen x zu berechnen. Diese wird an den Zeigerparameter p (Zeile 9) übergeben. Auch die scanf-Funktion (Zeile 4) verwendet Zeigerparameter.|
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste"). Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz. |