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Rechtsstreit um das Kaspische Meer

Der internationale Status des Kaspischen Meeres ist bis heute nicht endgültig geklärt. Deshalb wurde von den Anrainerstaaten des Binnenmeeres, Aserbaidschan, Iran, Kasachstan, Russland und Turkmenistan, 1992 die Kooperationsgemeinschaft Kaspischer Staaten gegründet. Ziel ist ein Abkommen zum Schutze und zur Nutzung des Kaspischen Meeres.

Inhalt
1 Geschichte
2 Forderungen
3 Mögliche Lösungen

Geschichte

Vor diesem Schritt gab es nur zwei gültige Verträge aus den Jahren 1921 und 1940 zwischen dem Iran und der Sowjetunion zur Regelung der Schifffahrt und der Fischerei. In ihnen wurde das Kaspische Meer als Binnengewässer mit dem Recht der gemeinsamen Nutzung definiert.

Forderungen

Die neuen Anrainer Aserbaidschan, Kasachstan und Turkmenistan sehen darin eine Benachteiligung für sich und möchten, dass das kaspische Meer so behandelt wird, wie internationales Gewässer. Hintergrund dieser Forderungen sind vor allem die Förderrechte für Erdöl und Erdgas. Die Erdölmengen werden auf ein Gesamtvolumen von 10-25 Milliarden Tonnen geschätzt.

Mögliche Lösungen

Käme es zu dem Status, den Moskau und Teheran favorisieren, würde das eine Aufteilung der Bodenschätze unter den Anrainern zu gleichen Teilen kommen. Käme jedoch das internationale Seerechtsabkommen von 1994 zum Einsatz, hätte jeder Anrainer das alleinige Recht der Ausbeutung von bis zu 200 Seemeilen vor der eigenen Küste.

Unterstützung finden die drei neuen Anrainerstaaten durch die westlichen Staaten und die großen Mineralölkonzerne, die keine Beteiligung Russlands oder des Irans möchten.

Die Staaten konnten sich bis heute noch nicht einigen. Bei der Erschließung neuer Erdölfelder sind sich mittlerweile die neuen Staaten auch nicht mehr einig.
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.