Römische Vornamen und ihre Abkürzungen
- Aulus (A.) stammt von dem etruskischen Vornamen "Aule" Übersetzt: Der unter freiem Himmel geborene
- Ancus, nur in der Familie der Marcii
- Appius (App. oder Ap.), meistens in der Familie der Claudii (Via Appia abgeleitet von Appius Claudius Caecus)
- Gaius (C.), häufig, vielleicht von gaudere=sich freuen
- Gnaeus (Cn.) vielleicht von gnarus=kundig,erfahren
- Decimus (D.), selten, Übersetzt: der Zehnte Bedeutung wahrscheinlich: Im 10. Monat geboren.
- Decius, nur in der Familie der Minatii
- Flavius (F.), selten, von flavus=gelb,blond Vorname ist von Familiennamen abgeleitet.
- Kaeso (K), selten
- Lucius (L), häufig, von Lux= Licht Bedeutung wahrscheinlich: Bei Tagesanbruch geboren.
- Marcus (M.), häufig, von Mars Bedeutung wahrscheinlich: Im März (dem Monat des Kriegsgottes Mars) geboren.
- Manius (M’.), selten
- Mamercus (Mam.), selten, nach dem gleichnamigen Tyrann von Catania (340 v. Chr.)
- Mettus, sehr selten
- Numerius (N.), nur in der Familie der Fabii, nach dem 2. etruskischen König Numa Pompilius
- Publius (P.), häufig, von publius=öffentlich
- Quintus (Q.), häufig, Übersetzt: der Fünfte Bedeutung wahrscheinlich: Im 5. Monat geboren.
- Secundus, eigentlich ein cognomen
- Sextus (Sex. oder S.) Übersetzt: der Sechste Bedeutung wahrscheinlich: Im 6. Monat geboren.
- Servius (Ser.) von servire=dienen Vorname ist von Familiennamen abgeleitet.
- Spurius (Sp.)
- Titus (T.) von titulus=der Geehrte
- Tiberius (Tib. oder Ti.) Vom Namen des Flusses Tiber
- Vibius (V.), selten
Die Deutung der Zahlennamen (Quintus, Sextus, Decimus) ist umstritten, manche meinen auch es sei damit das 5., 6. bzw. 10. Kind gemeint. Zur Zeit der Republik und der Kaiser wurden die Namen, unabhängig von ihrer Bedeutung verwendet. Dabei wurden nur wenige der ohnehin schon wenigen Vornamen (praenomen) wirklich oft verwendet. Die häufigsten waren Marcus, Lucius und Gaius. Allein diese drei Namen trugen schon mehr als die Hälfte der Römer. Zusammen mit Publius und Quintus waren es mehr als drei Viertel.
Frauen hatten in der Regel nur einen Vornamen, der gebildet wurde, indem man aus dem Familiennamen des Vaters ein Femininum machte. So hieß z. B. die Tochter des C. Iulius Caesar einfach Iulia und die des M. Tullius Cicero demzufolge Tullia. Gab es in der Familie mehrere Töchter, wurde zur Unterscheidung manchmal ein Maior (die Ältere) oder Tertia (die Dritte) usw. hinzugesetzt.