Putsch
Ein Putsch ist im Gegensatz zu einer Revolution meist der Versuch einer kleineren Gruppe, gewaltsam die Regierung zu stürzen und die Macht im Staat diktatorisch zu übernehmen. Putschisten sind in der Regel hohe Militärs oder Führer paramilitärischer Organisationen. Übernimmt dagegen eine Gruppe, die bereits Teile des Staates legitim kontrolliert, die Macht, spricht man von einem Staatsstreich.
Ursprünglich stammt der Begriff von den Schweizer Volksaufständen gegen die Industrialisierung (Züriputsch 1839, Ustermer Maschinensturm 1832) und ist schweizerisch lautmalerisch für Knall, Stoß.
Putsche in der Geschichte
- Deutschland, 1920: Kapp-Putsch
- Deutschland, 1923: Hitlerputsch
- Deutschland, 1934: Röhm-Putsch
- Spanien, 17. Juli 1936: Der Putsch rechtsgerichteter Militärs führt zum Spanischen Bürgerkrieg.
- Deutschland, 7. März 1944: Tresckow-Dohnanyi-Putsch (Attentat auf Hitler)
- Deutschland, 20. Juli 1944: Umsturzversuch (Attentat auf Hitler), siehe 20. Juli 1944
- Griechenland, 1967: Beginn der griechischen Militärdiktatur
- Chile, 11. September 1973: Putsch Augusto Pinochets gegen Salvador Allende, siehe Geschichte Chiles
- Portugal, 1974: „Nelkenrevolution“, siehe Geschichte Portugals
- Argentinien, 1943, 1962, 1966 und 1976: diverse Putsche, siehe Geschichte Argentiniens
Siehe auch
Bürgerkrieg, Diktatur, Staat
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