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Wer gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge verstehen will, geht am besten von den klassischen volkswirtschaftlichen Begriffen aus. Es sind seit Adam Smith Arbeit, Kapital und Boden (Untersuchung über die Natur und die Ursachen des Reichtums der Nationen, 1775). Später in der Reihenfolge geändert (Arbeit, Boden und Kapital) und bei Karl Marx nur auf die Arbeit reduziert. Alle Güter, die in einem Produktionsprozess eingesetzt werden, nennt man Produktionsgüter.
Da sich die Leistungserstellung der Volkswirtschaft in Betrieben vollzieht, ist die Summe der eingesetzten Faktoren in einer Periode volkswirtschaftlich und betriebswirtschaftlich gleich. Aber der Betriebswirt hat die Aufgabe der bestmöglichen Führung seines Betriebes (nicht der ganzen Volkswirtschaft) im vorgegebenen gesetzlichen Rahmen zu gewährleisten. Die einzelbetriebliche Betrachtung erfordert eine genauere Begriffsanpassung für die Produktionsfaktoren an das Betriebsgeschehen, muss aber ebenso lückenlos und vollständig sein. Inzwischen kann die 1951 von Erich Gutenberg vorgenommene Gliederung als allgemein akzeptiert angesehen werden. Er untergliedert den Faktor Arbeit in - dispositive Arbeit (Planung, Organisation, Kontrolle u. ä.) und in - objektbezogene Arbeit (Arbeit am Erzeugnis). Die volkswirtschaftlichen Faktoren Boden und Kapital werden zusammengefasst und betriebswirtschaftlich gegliedert in - Betriebsmittel (Grundstücke, Gebäude, Anlagen, Maschinen, Einrichtungen und als Joker Geldmittel) und - Werkstoffe (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe).
Die Ergänzung durch weitere Faktoren, wie Geistkapital oder Wissen usw. ist eher irritierend als dem Systemverständnis dienlich. Wissen und Information waren schon immer Bestandteil des dispositiven Faktors. Hier ist lediglich eine quantitative Änderung eingetreten, keine qualitative.
Diese Produktionsmittel unterscheiden sich deshalb von anderen, weil sie nicht direkt in das Produkt eingehen, sondern nur die von ihnen abgegebene Leistung (Rechnungswesen).
Man nennt sie deshalb dauerhafte Produktionsmittel oder Produktionsfaktoren.
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