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1 Basisdaten 2 Geschichte 3 Politik 4 Geographie 5 Bevölkerung 6 Sehenswürdigkeiten 7 Wirtschaft 8 Verkehr 9 Kultur 10 Deutsche Botschaft 11 Einwohnerentwicklung |
Basisdaten
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Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Prag, der Hauptstadt Tschechiens, weiteres siehe: Prag (Begriffsklärung).
Prag (tschechisch: Praha) ist die Hauptstadt der Tschechischen Republik und des Mittelböhmischen Gebiets. Gleichzeitig ist die Hauptstadt Prag auch eine selbstständige Verwaltungseinheit (ähnlich wie Berlin oder Wien auch Bundesländer sind).
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Prags
Die Besiedlung des Prager Raumes reicht bis ins 4. Jahrtausend v. Chr zurück. Die ersten slawischen Siedlungen entstanden bereits im 5. Jahrhundert und 6. Jahrhundert. Das gesamte Mittelalter hindurch war Prag ein bedeutender Macht- und Handelsplatz.
Mit Kaiser Karl IV erblühte die Hauptstadt des Heiligen Römischen Reiches wirtschaftlich, kulturell, politisch, und auf vielen weiteren Gebieten.
Vom Glanz der Neuzeit zeugen barocke Palais und Kirchen. Dennoch hinterließen der Dreißigjährige Krieg und der Siebenjährige Krieg ihre Spuren.
Das ganze 20. Jahrhundert hindurch behielt Prag den Rang einer europäischen Metropole. Dem konnte weder die Besetzung durch die deutschen Nationalsozialisten noch die russische Besetzung und der Kommunismus etwas anhaben. Zuletzt war Prag Schauplatz der Samtenen Revolution.
Jede Verordnung und der Etat der Stadt müssen durch die Vertretung der Hauptstadt Prag, auch Stadtparlament genannt, verabschiedet werden. Die Stadtverwaltung heißt "Magistrat". Ihre Aufgabenbereiche sind die Selbstverwaltung der Kommunen und teilweise die Staatsverwaltung. Die Verwaltung der einzelnen Stadtteile wird Stadtteilbehörde genannt. Die Selbstverwaltung der Kommunen wird von der entsprechenden Stadtteilbehörde ausgeübt. Die 22 Verwaltungsbehörden üben zusammen mit dem Magistrat der Stadt auch die Aufgaben der Staatsverwaltung aus. Man nennt diese Behörden auch Zuständige Behörden.
Ein Großteil der Stadt liegt in einem weiten Tal der Moldau (Vltava) der Rest verteilt sich auf neun das Tal umgebende Hügel: Letná, Vítkov, Opyš, Vìtrov, Skalka, Emauzy, Vyšehrad, Karlov und der höchste von ihnen Petřín. Der Prager Abschnitt der Moldau ist 23 km lang mit einer durchschnittlichen Tiefe von 2,75 m ; die größte Tiefe beträgt 10,5 m. Sie macht in der Stadt eine große Schleife und umströmt acht Inseln. Die Moldau nimmt am linken Ufer fünf und am rechten Ufer vier Bäche auf.
In Prag gibt es 21.678 Arbeitslose, das entspricht 3,4% der Prager Bevölkerung (Juni 2002).
Die Stadt Prag wird auch »die Goldene Stadt« oder seit Beginn des 19. Jahrhunderts auch »die Stadt der hundert Türme« genannt. Die wichtigsten Stadtteile mit Sehenswürdigkeiten sind der Hradschin (Burgstadt), die Kleinseite (Mala Strana), die Altstadt mit dem (Altstädter Ring), die Neustadt und Wyschehrad.
Bekannt ist die Stadt für ihre insgesamt 14 Brücken, oftmals im gotischen Stil gebaut, die die Moldau überspannen. Die berühmteste davon ist die Karlsbrücke mit ihren unterschiedlichsten Skulpturen. Interessant ist ebenfalls die astronomische Uhr, Orloj genannt, am Rande des Altstädter Rings. Das jüdische Viertel mit seiner Synagoge war in der Zeit des Nazi-Regimes und im 2. Weltkrieg Zufluchtsstätte für Juden aus ganz Europa.
Die Baustile in Prag sind sehr vielfältig. Man findet romanische, gotische, Renaissance-, barocke, Rokoko-, klassizistische, Empire- und Jugendstil-Gebäude, Kirchen, Türme oder andere Bauwerke und Artefakte.
Das Ständetheater (tschechisch Stavovské divadlo), Zelezná 11 im Herzen der Altstadt ist verbunden mit Wolfgang Amadeus Mozart (Uraufführung des Don Giovanni 1787) sowie mit Carl Maria von Weber.
Im Roxy Dance Club wird Musik aus verschiedenen Richtungen live und aus der Kiste gespielt. Das Chateau, ehemals das Chapeau Rouge ist ein Club mit Cocktailbar, Biertheke und Tanzfläche. Das Radost FX ist auch ein beliebter Club ähnlich wie das Palác Acropolis.
"Eine historische Aufarbeitung der Ereignisse, die zur deutschen Wiedervereinigung geführt haben, wird die dramatischen Vorgänge im Spätsommer und Herbst des Jahres 1989 in Prag nicht außer Acht lassen können, als Tausende von Flüchtlingen aus der DDR Zuflucht in der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland suchten. Der im August 1989 plötzlich einsetzende Ansturm auf die Botschaft war nicht nur von der Dimension her ein Novum, sondern stellte auch qualitativ eine völlig neue Situation dar, mit der es galt sich auseinander zu setzen. Sie kumulierte schließlich am 3. November 1989 in einer Ausreiseregelung, die den eisernen Vorhang und die Berliner Mauer obsolet werden ließ." (www.deutsche-botschaft.cz/DE/BOTSCHAFT/FLUECHTL/huber.html Hermann Huber, Botschafter außer Dienst über das Jahr 1989
www.german-embassy.cz/Politik
Die Stadt ist in 57 Stadtteile und 22 Verwaltungsbezirke eingeteilt. Jeder Stadtteil hat einen Bürgermeister, einen Rat und eine Vertretung. Das höchste Amt bekleidet der Oberbürgermeister. Dieser heißt in Prag Primator und regiert die Stadt mit Hilfe des Stadtrates. Zusammen bilden sie die Stadtregierung.Geographie
Prag liegt in der Mitte Böhmens zwischen 50°00′34″ und 50°08′55″ nördlicher Breite sowie zwischen 14°15′40″ und 14°32′11″ östlicher Länge. Die mittlere Meereshöhe beträgt 235 m.Bevölkerung
Sehenswürdigkeiten
Hauptartikel: Sehenswürdigkeiten PragsWirtschaft
Handelsvertretungen und bedeutende Industrie sind unter anderem: Maschinenbau, Elektrotechnik, chemische Industrie, pharmazeutische Industrie, Fahrzeugbau, Bekleidungs-, Nahrungs-, Genußmittel-, Baustoff- und Filmindustrie. Die Industriegebiete liegen besonders im Nordosten und im Südwesten der Stadt.Verkehr
Prag ist ein europäischer Verkehrsknotenpunkt. Im Westen befindet sich eine Autobahnanbindung bis Pilsen (Plzeň) und im Osten über Brünn (Brno) bis Pressburg (Bratislava). Wichtigste Bahnhöfe sind Hauptbahnhof (Hlavní Nádraží (hl.n)), Holešovice und Smíchov. Ein Flughafen befindet sich in Ruzyně im Nord-Westen der Stadt. Außerdem besitzt Prag einen Moldauhafen.Öffentliche Verkehrsmittel
Öffentliche Verkehrsmittel in Prag sind Bus, Straßenbahn (Tram) und die Prager U-Bahn mit den Linien A, B und C. Ferner existiert ein Netz von regelmäßig verkehrenden, S-Bahnen vergleichbaren, Vorortzügen.Kultur
Das Kultur- und Nachtprogramm von Prag ist vielfältig.Theater
Prag ist bekannt für die Laterna Magica, ein avantgardistisches Theater in Prag (in der dem Nationaltheater angeschlossenen "Neuen Szene"). Es handelt sich um eine originelle Verflechtung von Film, Licht, Musik, Ballett und Pantomime. Auch das Schwarze Theater, bestehend aus Pantomime und Lichteffekten auf schwarzem Hintergrund, ist sehenswert.Musik
Der Klang der Tschechischen Philharmonie (Ceská Filharmonie) aus Prag ist durch sein musikalisches Feuer und seine klangschöne Weichheit leicht erkennbar und weltweit geschätzt.Nachtleben
Prag hat eine Vielzahl von Kneipen, Bars, Clubs, Jazz Clubs und Discos.Kneipen
Das Marquis de Sade ist eine Kneipe, in der auch live Musik gespielt wird. Es ist Treffpunkt von alt und jung.Clubs
Karlovy lázně (Karls Bäder) sind 5 Musikclubs mit 5 verschiedenen Musikrichtungen auf 6 Stockwerken (Keller eingeschlossen). Einige der Stockwerke haben Discocharakter, andere haben Kneipen- oder Clubcharakter. Da diese Einrichtung in dieser Form einzigartig ist, schreiben sie über sich "größte Einrichtung ihrer Art in Mitteleuropa". Aufgrund der Vielseitigkeit der einzelnen Clubs und dem hohen Stand der technischen Ausrüstung sind in Karlovy lázně verschiedene Altersgruppen sowie viele verschiedene Nationalitäten anzutreffen.Jazz
Der Reduta Jazz Club ist nach einem Auftritt des US-Präsidenten Bill Clinton eíner der bekannteste Jazz Clubs von Prag. Dieser Club bietet ein sehr vielseitiges Programm an verschieden Jazz Richtungen.Deutsche Botschaft
Seit der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen im Jahr 1973 befinden sich Kanzlei und Residenz der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Prag. Es handelt sich dabei um ein ehemaliges Adelspalais auf der Kleinseite dem "Lobkowicz Palais". Es wurde Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut und gehört zu den bekanntesten Palais im barocken Baustil Prags.DDR-Flüchtlinge in der Botschaft
Im Spätsommer des Jahres 1989 wagten es einige Bürger der DDR, sich vom Prager Hauptbahnhof (Hlavní Nádraží (hl.n)) den Weg zur deutschen Botschaft zu bahnen. Im August gab es plötzlich einen Ansturm auf die Botschaft, durch den sich bis zu 4.000 Flüchtlinge auf dem Botschaftsgelände aufhielten. Der damalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher gab am 30. September 1989 die Möglichkeit der Ausreise bekannt.Einwohnerentwicklung
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Siehe auch: Altstädter Ring, Brücken in Prag, Tschechische Philharmonie
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