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Pipeline (Transport)

Eine Pipeline (engl. Pipe: Rohr, Röhre und Line: Linie, Leitung, Verbindung) ist eine Rohrleitung zum Transport von Flüssigkeiten oder Gasen (z.B. Erdöl oder Erdgas). Pipelines werden gerne für den Transport über Entfernungen von mehreren tausend Kilometern eingesetzt. Z.B. aus Sibirien bis Mitteleuropa. Beispielsweise transportiert die eine Pipeline von Fahud nach Sohar (Oman) bei einem Durchmesser von 32" pro Tag 22,8 Mio m^3 über eine Entfernung von 305 km. Die 700 km lange Leitung zwischen Saih Nihayda und Salalah, ebenfalls im Oman, transportiert bei einem Durchmesser von 24" pro Tag 5 Mio m^3 Gas.

Als Offshore-Pipelines bezeichnet man diejenigen Pipelines, die über dem Meeresboden installiert sind. Beim Bau wird eine Offshore-Pipeline an Bord eines Spezialschiffes zusammengeschweisst, von wo aus sie in weitem Bogen, teilweise bis zum Grund des Meeres hinunterhängt. Damit sie absinkt, ist sie mit einer Betonschicht beschwert. Die Betonschicht ist mit einer Armierung aus Drahtgeflecht versehen. Zur Biege-Entlastung zieht das Fahrzeug mit einem Tensioner an der Pipeline und ist verankert. Der Tensioner (die Zugmaschine) besteht aus zwei Raupenketten, zwischen denen die Pipeline eingespannt ist und unter Zugbelastung axial verschoben werden kann. Er gleicht mit einer intelligenten Steuerung auch die axiale Schwingungen aus, die der Seegang in die Pipeline einleiten könnte.

Wenn die Pipeline in horizontaler Lage gefertigt wird, führt man sie auf Rollen über eine kreisbogenförmige Stützkonstruktion, genannt Stinger und nennt dies das S-Verfahren. Wenn die Pipeline in geneigter Position gefertigt wird, um ein Biegemoment am Schiff zu vermeiden, ist nur ein sehr kurzer Stinger oder auch gar keiner nötig, und man nennt dies das J-Verfahren.

Bei der Reel-Barge-Methode werden längere Rohrleitungsabschnitte in aufgerollter Form angeliefert und abgespult. Gefürchteter Schadensfall, den keine Versicherung abdeckt, ist beim Verlegen einer Pipeline das Biege-Beul-Versagen (engl.: buckling), wobei im unteren Bereich der gewaltige hydrostatische Druck die Pipeline plattquetscht und diese schlimmstenfalls volläuft und ihr effektives Gewicht vervielfacht (engl.: wet buckling).

Offshore-Pipelines überbrücken nicht nur Meere, wie z.B. die Algerien-Sizilien-Pipeline, sondern verbinden auch Offshore-Öl- und Gasfelder mit dem Festland, wie beispielsweise die Pipeline Ekofisk-Emden.


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