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Im 3. Nordischen Krieg geriet er während der Schlacht bei Poltawa 1709 in russische Kriegsgefangenschaft. Während seiner Zeit in Tobolsk von 1711 bis 1721 stellte er Forschungen über Sibirien an und veröffentlichte sie 1730 nach seiner Rückkehr nach Stockholm in einem Buch. Es stieß auf großes Interesse, wurde ins Englische, Französische und Spanische übersetzt.
Zu dem Buch gehörten neue Karten des gesamten Russland. Dabei legte er auch die Grenze zwischen Europa und Asien neu fest. Sie sollte entlang des Ural und entlang der Manytschniederung nördlich des Kaukasus verlaufen. Es war die letzte angeblich offiziell anerkannte Grenzziehung zwischen den beiden Kontinenten. Über die genaue Grenzziehung im Gebiet zwischen Don und Kaukasus hatte zuvor über Jahrhunderte ein Disput bestanden. Nachdem Strahlenberg vom russischen Zaren mit der Vermessung beauftragt wurde, wurde seine Grenzfestlegung im Jahr 1730 vom Zarenhaus anerkannt und von der Wissenschaft übernommen.
Strahlenbergs Werk beschäftigt sich auch ausführlich mit Sprache und Schrift der Tataren, Jakuten, Tschuwaschen, Krimtataren, Usbeken, Baschkurten, Kirgisen, Turkmentataren und Mongolen. Präzise protokollierte er Turk-Inschriften auf Grabsteinen am Ufer des Jenissej.
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