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Peschawar

Peschawar (Peshawar) ist eine Stadt am östlichen Ausgang des Khyber Passes in der Nordwestprovinz (North-West Frontier Province) Pakistans mit ca. 570.000 Einwohnern. Vor der Teilung Britisch-Indiens hieß die Stadt Puruschapura, abgeleitet von dem Sanskrit-Wort "Puschpapura", was soviel heißt wie Stadt der Blumen. Peschawar hat eine staatliche und eine private Universität, neben Tonwaren werden in der Stadt Textilien und Schuhe gefertigt.

Geographie

Geschichte

Peschawar wurde vor über 2.000 Jahren von den Königen von
Gandhara gegründet und ist seit Jahrhunderten ein Handelszentrum zwischen dem indischen Subkontinent, Afghanistan, und Zentralasien. Marco Polo besuchte die Stadt 1275. 1530 erbaute Babur, der Gründer des Mogulreiches, eine Festung. Später wurde durch den Bau der Delhi-Kabul-Straße und durch das Anlegen von Gärten unter dem Mogulherrscher Sher Shah Suri ein regelrechter Boom Peschawars eingeleitet.

Flüchtlingsstadt

Die Einwohner Peschawars sind mehrheitlich Paschtunen. Paschtunen stellen in der Nordwestprovinz eine wichtige Bevölkerungsgruppe und die Bevölkerungsmehrheit in den unter der Verwaltung der pakistanischen Zentralregierung stehenden "Tribal Areas". Die große Mehrheit der Paschtunen lebt allerdings in Afghanistan, wo sie wiederum die größte Bevölkerungsgruppe bilden. Während der diversen Kriege in Afghanistan hat Peschawar als größte paschtunische Stadt außerhalb Afghanistans immer wieder die Rolle einer wichtigen Flüchtlingsstadt eingenommen.


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