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1 Geschichte 2 Die vier wichtigen Rollen 3 |
Geschichte
Trotz des Namens ist sie nicht wirklich in Peking entstanden, sondern in den Provinzen Anhui, Hubei und Shaanxi. 1790 entdecken kaiserliche Inspektoren die Nachwuchsdarsteller, die in den Provinzen auf Tournee durch die Dörfer gehen. Sie laden die Künstler in Hauptstadt ein. Auf dem 80. Geburtstag des Kaisers Qian Long erzielt die Kunstform große Erfolge. Die erfolgreichsten Theatergruppen bleiben in der Hauptstadt, um den Hof zu unterhalten. Die Peking-Oper wird so populär, dass Händler den Dorffamilien ihre Kinder abkaufen, um sie den Theatergruppen und Opernschulen als neue auszubildende Künstler verkaufen. Manche Opern dauern mehrere Tage, gehen über mehr als 100 Akte. Die Peking-Oper wechselt oft ihr Repertoire, um der Zensur wegen unmoralischem oder subversivem Charakter zu entgehen.
Ein bekannter Künstler jener Zeit ist Cheng Changgeng. Er wurde 1811 in Anhui geboren und von seinem Onkel in der Kunst des Dramas ausgebildet. Seine berühmteste Rolle ist die des Wu Zixu. Sein Erfolg ist so groß, dass Kaiser Xianfeng ihn mit dem eines hohen Beamten auszeichnet. Cheng Changgeng wird Mitglied und später Intendant einer der vier größten Theatergruppen: die San-Qing-Gruppe ("Dreifaches Glück"). 1880 stirbt er. Sein Ensemble zerfällt. 1900 geht mit dem Boxeraufstand die erste große Ära der Peking-Oper zu Ende.
Erst in den 1920ern wird die Peking-Oper durch Mei Lanfang (1894 - 1961) neu belebt. Diese Popularität hält bis heute an.
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