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Paul Dessau

Paul Dessau (* 19. Dezember 1894 in Hamburg, † 28. Juni 1979 in Königs Wusterhausen) war ein bedeutender deutscher Komponist und Dirigent.

Inhalt
1 Lebenslauf
2 Werke
3 Auszeichnungen
4

Lebenslauf

Dessau wurde in Hamburg in eine musikalische Familie geboren. Sein Großvater, Moses Berend Dessau, war Kantor, sein Onkel Bernhard Dessau Geiger an der Königlichen Oper Unter den Linden, und sein Cousin Max Winterfeld wurde unter dem Namen Jean Gilbert als Operettenkomponist bekannt.

Ab 1909 studierte er am Klindworth-Scharwenka-Konservatorium in Berlin mit dem Hauptfach Violine. 1912 wurde er Korrepetitor im Stadttheater Hamburg, wo er die Arbeit der Dirigenten Felix von Weingartner und Artur Nikisch kennenlernte und bei Max Julius Loewengard Kompositionsunterricht nahm. 1914 war er Zweiter Kapellmeister am Bremer Tivoli-Theater, bevor er 1915 zum Kriegsdienst eingezogen wurde.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde er Dirigent an den Hamburger Kammerspielen und war 1919 bis 1923 Korrepetitor und später Kapellmeister an der Oper in Köln unter Otto Klemperer. 1923 wurde er Kapellmeister in Mainz, ab 1925 Erster Kapellmeister an der Städtischen Oper Berlin unter Bruno Walter.

1933 emigrierte Dessau nach Frankreich, 1939 weiter in die USA, wo er zuächst in New York, später in Hollywood lebte. 1948 kehrte Dessau mit seiner zweiten Frau, der Schriftstellerin Elisabeth Hauptmann, nach Deutschland zurück und ließ sich in Ostberlin nieder. Ab 1952 lehrte er an der Staatlichen Schauspielschule in Berlin-Oberschöneweide und wurde 1959 zum Professor ernannt. 1952 wurde er Mitglied der Deutschen Akademie der Künste zu Berlin, deren Vizepräsident er 1957 bis 1962 war. Er betreut zahlreiche Meisterschüler, u.a. Friedrich Goldmann und Reiner Bredemeyer. Ab 1954 war er mit der Choreografin und Regisseurin Ruth Berghaus verheiratet. Der Sohn Maxim Dessau (* 1954) studierte an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg und ist Filmregisseur.

Werke

Dessau komponierte Opern, szenische Spiele, Bühnen- und Ballettmusiken, Sinfonien und andere Orchesterwerke, Stücke für verschiedene Soloinstrumente sowie Vokalmusik. Seit den 1920er Jahren begleitete ihn das Interesse für Filmmusik, u.a. verfasste er Kompositionen für frühe Filme von Walt Disney, Begleitmusik für Stummfilme und für den frühen deutschen Tonfilm. Im Pariser Exil komponiert er u. a. das Oratorium Hagadah shel Pessach nach einem Libretto von Max Brod. In den 1950er Jahren konzentrierte sich sein Schaffen in Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht auf das Musiktheater, in dieser Zeit entstanden seine Opern. Außerdem schrieb er Gebrauchsmusik für die Propaganda der DDR. Er setzte sich zugleich entschieden für die Kompositionen der musikalischen Avantgarde (z.B. Witold Lutoslawski, Alfred Schnittke, Boris Blacher, Hans Werner Henze und Luigi Nono) ein.

Opern

Schauspielmusik

Filmmusiken

Chorwerke

Lieder

weitere Kompositionen

Auszeichnungen


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