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Patriarchat (Kirche)

Ein Patriarchat ist ein Verband von Bistümern an deren Spitze ein Patriarch steht. Patriarchate gibt es in der östlich-orthodoxen, orientalisch-orthodoxen und Römisch-Katholischen Kirche.

Inhalt
1 Die historischen Patriarchate
2 Römisch-Katholische Patriarchate
3 Östlich-orthodoxe Patriarchate
4 Orientalisch-orthodoxe Patriarchate
5 Assyrisches Katolikosat
6 Chalkedonensiche Patriarchate

Die historischen Patriarchate

Nachdem sich im 2. Jh. anstatt der kollegialen Leitung durch Gemeindeälteste die Bischofskirche durchgesetzt hatte, war das zentrale Element der kirchl. Leitung das Bischofsamt. Auctoritas und Dignitas dieses Amtes entsprangen der successio apostolorum (Apostolische Sukzession); jeder Bischof galt über eine lange Reihe von Vorgängern als Nachfolger der Apostel. Bei Ignatius v. Antiochia tendierte seine fast monarchische Auctoritas bereits zu einer umfassenden Lehr-, Weihe- und Jurisdiktionsgewalt. In Nicaea wurde nun 325 die sog. "Metropolitanverfassung" eingerichtet: "Die alte Sitte soll in Ägypten, Libyen und Pentapolis Bestand halten, dass der Bischof von Alexandria über dies alles die Obergewalt inne hat, da auch dem Bischof von Rom dies zukommt. Auf gleiche Weise sollen sowohl der Kirche von Antiochien als auch den anderen Exarchien den Kirchen ihre Vorrechte gewahrt bleiben." Obermetropoliten treten also wohl schon im 3., sicher aber im 4. Jahrhundert auf. Und zwar in Rom (Abendland), Alexandria (Ägypten) und Antiochia (Syrien). Auf dem Konzil von Chalcedon 451 wird auch dem Bischof von Jerusalem ein Jurisdiktionsvorrang (über Judäa, Samaria und Galliläa) eingeräumt. Die Bestrebungen Konstantinopels, den ersten Rang nach Rom zu erlangen, werden auf dem Konzil von Konstantinopel 381 erfüllt. Der dortige Bischof erhält den Ehrenvorrang nach Rom und die Rechte eines Patriarchen für Pontus, Asien und Thrakien. Seit Justinian I wurden diese Obermetropoliten Patriarchen genannt. Sie waren ranggleich und standen zueinander in einer festen Ehrenordnung:

  1. Rom, gegründet durch die Apostel Petrus und Paulus
  2. Konstantinopel, gegründet durch den Apostel Andreas
  3. Alexandria, gegründet durch den Evangelisten Johannes Markus
  4. Antiochia, gegründet durch die Apostel Petrus und Paulus
  5. Jerusalem, gegründet durch alle Apostel

Durch ihre Communio vermittelten die Fünf den Bistümern ihrer Jurisdiktion die Kirchengemeinschaft mit allen Ortskirchen. Sie waren Garanten der Kircheneinheit. Zur Klärung von Konflikten bediente man sich Konzilien. Im Verlauf der verschiedenen Kirchenspaltungen wurde die patriarchale Leitung der Kirche aufgegeben.

Römisch-Katholische Patriarchate

In der römisch-katholischen Kirche gibt es heute noch Bischofssitze, die als Patriarchate bezeichnet werden, jedoch (bis auf Rom) mit keinerlei Lehr- und Jurisdiktionsgewalt ausgestattet sind:

Östlich-orthodoxe Patriarchate

Seit dem
Morgenländischen Schisma gibt es in der östlich-orthodoxen Kirche noch vier historische Patriarchate Durch die Slawenmission entstanden das Patriarchat von Moskau, sowie das georgische, serbische, bulgarische und rumänische Patriarchat.

Weitere östlich-orthodoxe Patriarchate

Orientalisch-orthodoxe Patriarchate

In den orientalisch-orthodoxen Kirchen ist der Patriarch jeweils das Kirchenoberhaupt. Zu den orientalisch-orthodoxen Patriarchaten gehören

Assyrisches Katolikosat

Chalkedonensiche Patriarchate

Zu den mit der
römisch-katholischen Kirche unierten und dem Papst unterstellten Patriarchaten gehören:
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
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