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Ostrau

Für den gleichnamigen Ort Ostrau im Saalkreis, Sachsen-Anhalt siehe Ostrau (Saalkreis)
Wahlspruch

Inhalt
1 Basisdaten
2 Geschichte
3 Geografie
4 Wirtschaft
5 Kultur
6 Sehenswürdigkeiten
7 Stadtgliederung
8

Basisdaten

;Region (kraj):
Region Mährisch-Schlesien
;Fläche:
214 km²
;Einwohner:
315.442 (2003)
;Bevölkerungsdichte:
1.488 Einwohner/km²
;Höhe:
200 - 335 m ü. NN
;Postleitzahlen:
700 00 - 710 00
;Vorwahl:
59
;Geografische Lage:
?°?′?″ n.Br.
?°?′?″ ö.L.
;KFZ-Kennzeichen:
OS, OT, OV Ostrau-Stadt (Ostrava-město)
;Gliederung des Stadtgebiets
23 Stadtteile
;Webseite:
www.ostrava-city.cz/ www.ostrava-city.cz

Städtepartnerschaften

;Stadt Jahr
Volgograd 1947
Coventry 1957
Katowice 1960
Dresden 1971
Split 1976
Piräus 1997
Košice 2001
Miskolc 2001
Pittsburg 2001

Ostrava (deutsch Ostrau) ist die drittgrößte tschechische Stadt und Hauptstadt der Region Mährisch-Schlesien. Sie entstand im Jahre 1945 durch den Zusammenschluss der beiden Städte Mährisch Ostrau (Moravská Ostrava) und Schlesisch Ostrau, zuvor auch Polnisch Ostrau genannt, (Slezská Ostrava). Ostrava bildet einen eigenen Stadtkreis und 314.700 Einwohner.

Geschichte

Ostrau begründet sich auf einer alten Besiedlung an der Flussmündung der Ostrawitza in die Oder. Diese Mündung lag an der Bernsteinstraße, dem alten Handelsweg zwischen der Ostsee und dem Mittelmeer, die über die Mährische Pforte, die Höhe Landek (später dann eine Burgstätte), führte. Seit dem 10. Jahrhundert ist das Ostrauer Becken Siedlungsgebiet des slawischen Stammes der Hollasitzer. Die Stadt selbst wurde 1267 gegründet. Vor der Entdeckung von Steinkohlereserven im Jahr 1763 war Ostrau ein unbedeutendes Dorf. Danach wurde Ostrau schnell zu einem Zentrum für Kohle- und Stahlindustrie. Im Zweiten Weltkrieg wurde Ostrau aufgrund der Industrie zu einem Ziel vieler Bombardierungen. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion geriet die Schwerindustrie in eine Krise und der Kohleabbau wurde 1994 eingestellt.

Geografie

Ostrau liegt im Nordosten Tschechiens im Dreiländereck Tschechien, Polen und Slowakei, am Zusammenfluss der Flüsse Lucina, Oder (Odra), Oppa (Opava), Ostrawitza (Ostravice) zwischen den Sudeten und Beskiden am Nordausgang der Mährischen Pforte, an der historischen Landesgrenze Mährens und Schlesiens.

Wirtschaft

Der Raum zwischen Ostrau und Karwin (Karviná) ist ein gewaltiges Industriegebiet, die Umwelt wurde infolge der Konzentration von Schwerindustrie - Kohlenförderung, Hüttenwerke, Schwermaschinenbau, Koksfabriken, Kraftwerke, Gaswerke, Chemieunternehmen - stark beeinflusst und in Mitleidenschaft gezogen. Außer Ostrau, dem Zentrum dieser Industrieregion, sind hier noch weitere Industriestädte - Karwin, Orlau (Orlová), Oderberg (Bohumin) - mit Eisen- und Drahtwerken, und weitere Kleinstädte, deren Beschäftigungsmöglichkeiten von diesen Industriezentren abhängig sind. An diesen Kern der Region knüpfen die umliegenden Gebiete an: das Hultschiner Ländchen, die Gebiete um Friedeck und Friedberg (Frydek-Mistek), Neutitschein (Novy Jicin) und Trinec (Trzynietz). Hier befindet sich einEisenbahnknotenpunkt mit Rangierbahnhof.

Kultur

Ostrau bildet ein bedeutendes Zentrum des Handels, der Kunst und Lehrwesens: Ostrauer Universität und die altehrwürdige Montanuniversität VSB Ostrava (Technische Universität), Philharmonie Janácek, mehrere Theater und Museen.

Sehenswürdigkeiten

Die Attraktivität der Region um Ostrau besteht auch in den Sehenswürdigkeiten architektonischer und technischer Natur. Im Norden der Stadt gibt es ein Bergbaumuseum (Hornické muzeum), das die Arbeit unter Tage veranschaulicht. In der Stodolnistraße (Stodolní ulice) im Stadtzentrum gibt es sehr viele Bars und Clubs.

Stadtgliederung

Die Stadt ist in 42 Stadtteile aufgeteilt:
  1. Antošovice (Antoschowitz)
  2. Bartovice (Bartelsdorf)
  3. Bělský Les
  4. Dubina
  5. Heřmanice (Herschmanitz)
  6. Hošťálkovice (Hoschialkowitz)
  7. Hrabová (Grabau)
  8. Hrabůvka (Kleingrabau)
  9. Hrušov (Hruschau)
  10. Hulváky
  11. Koblov (Koblau)
  12. Krásné Pole (Schönfeld)
  13. Kunčice (Großkunzendorf)
  14. Kunčičky (Kleinkunzendorf)
  15. Lhotka (Ellgoth-Hultschin)
  16. Mariánské Hory a Hulváky
  17. Mariánské Hory (Marienberg)
  18. Martinov (Martinau)
  19. Michálkovice (Michalkowitz)
  20. Moravská Ostrava a Přívoz (Mährisch Ostrau und Oderfurt)
  21. Moravská Ostrava (Mährisch Ostrau)
  22. Muglinov (Muglinau)
  23. Nová Běla (Neubiela)
  24. Nová Ves (Neudorf)
  25. Ostrava (Ostrau)
  26. Ostrava-Jih (Ostrau-Süd)
  27. Petřkovice (Petrzkowitz, 1939-45: Petershofen)
  28. Plesná (Pleßna)
  29. Polanka nad Odrou (Polanka)
  30. Poruba (Poruba)
  31. Proskovice (Proskowitz)
  32. Přívoz (Oderfurt)
  33. Pustkovec (Puskowetz)
  34. Radvanice (Radwanitz)
  35. Radvanice a Bartovice (Radwanitz und Bartelsdorf)
  36. Slezská Ostrava (Schlesisch Ostrau, früher auch: Polnisch Ostrau)
  37. Stará Běla (Altbiela)
  38. Svinov (Schönbrunn)
  39. Třebovice (Strebowitz/Strzebowitz)
  40. Vítkovice (Witkowitz)
  41. Výškovice (Wischkowitz)
  42. Zábřeh (Teufelsdorf)


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
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