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Orchideen

Mit Orchideen (botanisch Orchidaceae) (von griech. orchis Hoden, nach den hodenförmigen Wurzelknollen der Knabenkräuter-Arten) wird meist die Gesamtheit der Orchideengewächse bezeichnet. Sie stellen nach den Korbblütlern (Asteraceae) die zweitgrößte Familie unter den Blütenpflanzen dar.

Sie gehören zur Klasse der Einkeimblättrigen Pflanzen. Insgesamt sind rund 25.000 Arten von Orchideen bekannt. Die meisten Orchideenarten finden sich in Südamerika und Asien, aber auch in Europa wachsen etwa 250 Arten.

Trotz ihrer Vielfalt dient nur eine einzige Orchideenart als Nutzpflanze, nämlich die Gewürzvanille (Vanilla planifolia) zur Gewürzproduktion. Sonst erlangen Orchideen nur als Zierpflanzen wirtschaftliche Bedeutung.

Mehr als die Hälfte aller tropischen Arten wachsen als Epiphyten auf Bäumen. Sie besitzen spezielle morphologische (Velamen radicum, Pseudobulben) und physiologische (CAM Mechanismus) Besonderheiten um mit den teilweise widrigen Bedingungen, wie Trockenheit und Nährstoffmangel, im Kronenraum zurechtzukommen.

einige Gattungen der Familie Orchidaceae:

Europa und Nordamerika, gemäßigte Zone:

einige tropische Gattungen:

uvm.

Orchideen besitzen winzige Samen. Jede Pflanze produziert Hundertausende bis Millionen von Samen in einer Frucht. Durch ihre geringe Größe sind die Samen von Orchideen nur noch auf eine Hülle und den in ihr liegenden Embryo reduziert. Im Gegensatz zu anderen Samen fehlt ihnen das Nährgewebe oder Endosperm das für eine erfolgreiche Keimung nötig ist. Orchideen sind deshalb auf eine Symbiose mit Mykorrhiza angewiesen, welche Kohlenhydrate an den Embryo weiterreichen.

Die Orchideen als entwicklungsgeschichtlich relativ junge Familie der Pflanzen können in weitem Umfang, auch über Gattungsgrenzen hinweg, zur Kreuzung verwendet werden. So entstanden im Lauf der letzten ca. 150 Jahre etwa 100.000 Blume


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