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Optokoppler

Der Optokoppler ist ein opto-elektronisches Verbund-Bauelement, welches aus einem lichtemittierendem und einem lichtempfangendem Bauelement besteht. Zweck ist die Übertragung eines elektrischen Signals bei gleichzeitiger galvanischer Trennung (elektronischer Isolierung) der Ein- und Ausgangsstromkreise. Die Entwicklung von Optokopplern verlief rasch, sie werden schon seit 1972 angeboten.

Inhalt
1 Aufbau
2 Kennwerte
3 Vorteile von Optokopplern
4 Nachteile von Optokopplern
5 Einsatz des Optokopplers

Aufbau

Üblicherweise besteht ein Optokoppler aus einer Leuchtdiode (LED) als Sender und einer Fotodiode, einem Fototransistor oder einem Fotothyristor als Empfänger. Das Licht gelangt über einen lichtleitenden Isolator, wie z.B. Glas zum Empfängerelement. Diese Anordnung wird gegen äußere Lichtstrahlung geschützt in einem Gehäuse zusammengefasst. Der Sender besteht im Allgemeinen aus einer Gallium-Arsenid-LED, deren Wellenlänge besonders gut zur spektralen Empfindlichkeit des Silizium-Empfängerbausteins paßt. Mit Optokopplern können binäre als auch analoge Signale übertragen werden.

Kennwerte

Gleichstrom-Übertragungsverhältnis CTR

Gibt das Verhältnis zwischen Eingangs-und Ausgangsstrom bei Gleichstromsignalen oder niedrigen Signalfrequenzen an. Bei Optokopplern mit Fotodiode beträgt der CTR-Wert 0,001-0,005 vom Eingangsstrom, bei solchen mit Fototransistor 10-10000, in besonderen Schaltungen auch erheblich mehr.

Isolationsspannung

Diese Spannung ist abhängig von Abstand und Anordnung von Sender und Empfänger und dem Isolationswerkstoff. Die Isolationsspannung beträgt bis zu 25 kV.

Isolationswiderstand

Der Widerstand zwischen Eingang und Ausgang ist sehr hoch und beträgt bis zu Ω.

Grenzfrequenz

Ist die höchste zulässige Arbeitsfrequenz. Sie liegt beim Optokoppler mit Fototransistor zwischen 50 und 200 kHz, bei Fotodioden beträchtlich höher. Die Grenzfrequenz ist bei Fotodioden abhängig von der maximalen Frequenz der Sende-LED.

Vorteile von Optokopplern

Kleine Abmessungen, kein Verschleiß, hoher Frequenzbereich, binäre und analoge Signalübertragung möglich, sehr geringe Koppelkapazitäten zwischen Ein- und Ausgang, keine Induktivitäten, sehr geringe Anstiegs- und Abfallzeiten des Ausgangssignals.

Nachteile von Optokopplern

Restspannungen am Ausgang, geringer Eingangswiderstand, geringe Ausgangsströme, geringe Sperrspannung der Sendediode

Einsatz des Optokopplers

Ein Anwendungsfall zum Beispiel im Krankenhaus stellt das Entkoppeln der Ausgangssignale eines Patientenüberwachungsmonitors von Computern, die Daten des Patientenmonitors zur Führung eines elektronischen Krankenblattes entnehmen, dar. Durch die galvanische Trennung wird verhindert, dass Ströme von den angeschlossenen Computern über den Patientenmonitor auf den Patienten fließen können. Dies könnte sonst zu einer Beeinträchtigung der Patientensicherheit führen.

Eine weitere wichtige Anwendung von Optokoppler ist das Absichern eines Stromkreises vor Überspannung. Tritt eine erhöhte Spannung am Dioden-Eingang auf, wird diese durch den erhöhten Strom thermisch zerstört. Den sekundären Teil (Fototransistor) beeinflusst somit diese Überspannung nicht.

Auch in Computermäusen mit Kugeln werden Bauteile mit Prinzip des Optokopplers eingesetzt, um die mechanische Bewegung der zwei Achsen über geschlitzte Scheiben in elektronische Impulse zu übersetzen. Bei der hierbei offenen Ausführung von Leuchtdiode und Fototransistor spricht man dann von einer Lichtschranke.


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
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