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Die Farbe variiert stark abhängig von der Gegenwart verschiedener Verunreinigungen. Trotz der meist hohen Gehalte an Kieselsäure (zum Vergleich: Granite sind normalerweise helle Gesteine) ist Obsidian meist dunkelgrün bis schwarz gefärbt. Das kommt durch im Gestein feinstverteilte Hämatit- oder Magnetitminerale.
Schneeflocken-Obsidiane enthalten Einschlüsse von radial gewachsenen, etwa 1 cm großen Strukturen, so genannten Sphärolithen. Diese Minerale, meist Feldspäte oder Christobalith (eine Hochtemperatur-Modifikation von Quarz) wuchsen von einem Kristallisationskeim aus kugelförmig in die umgebende Schmelze, bis die Abkühlung diesen Prozess unterband. Wie alle Gläser ist Obsidian metastabil und zeigt innerhalb geologischer Zeiträume die Tendenz zur Entglasung und Kristallisation. Auch auf diesem Weg ist die Bildung von Sphärolithen möglich (Augenobsidian). Generell kann gesagt werden, dass vulkanische Gläser (in welcher Form auch immer) aus dem Paläozoikum und Präkambrium unbekannt sind und heute vollkommen rekristallisiert vorliegen.
Durch Erosion gerundete kleine Nuggets von Obsidian werden Apachentränen genannt. Der Volksglaube überliefert, dass an der Fundstelle einer Apachenträne ein Indianer gestorben sei.
In der Steinzeit wurde Obsidian wegen seines scharfkantigen, muscheligen Bruches, ebenso wie Feuerstein, als Material für Werkzeug und Waffen geschätzt. In der hethithischen Großreichszeit wurden sogar Gefäße aus Obsidian hergestellt. Die Dicke der Hydratationsschicht an prähistorischen Artefakten wird als Hilfsmittel zur Datierung herangezogen. Da man die Herkunft des Obsidians anhand der Beimischung an Spurenelementen bzw. der Isotpenzusammensetzung (Neutronenaktivierungsanalyse) und des Alters (Spaltspurenanalyse) bestimmen kann, können Obsidianartefakte auch wichtige Auskünfte über prähistorischen Handel geben.
wichtige Obsidianvorkommen in Europa and Asien:
Siehe auch: Liste der Gesteine
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