Infos Home | Impressum | Original Artikel & Autoren Liste


Nordhausen

Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Landkreis Nordhausen
Fläche: 89,32 km²
Einwohner: 43.467 (31.12.2003)
Bevölkerungsdichte: 487 Einwohner/km²
Höhe: ca. 180-260m ü. NN
Postleitzahl: 99734
Vorwahl: 03631
Geografische Lage: 51° 31' n. Br.
10° 48' ö. L.
Kfz-Kennzeichen: NDH
Amtlicher Gemeindeschlüssel: 16 0 62 041
Gliederung des Stadtgebiets: 8 Stadtteile/Stadtbezirke
Adresse der Stadtverwaltung: Markt 1
99734 Nordhausen
Website: www.nordhausen.de/ www.nordhausen.de
E-Mail-Adresse: rathaus@nordhausen.de rathaus@nordhausen.de
Politik
Oberbürgermeister: Barbara Rinke (SPD)

Nordhausen ist eine Stadt in Nordthüringen am Südrand des Harzeses. Sie ist Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises und hat den Status einer Großen kreisangehörigen Stadt.

Wegen seiner Kautabakfabrik G. A. Hanewacker (gegründet 1817) galt Nordhausen als Zentrum der Kautabakproduktion in Deutschland.

Inhalt
1 Geschichte
2 Sehenswürdigkeiten
3 Verkehr
4

Geschichte

Nordhausen wurde am 13. Mai 927 in einer Schenkungsurkunde Heinrichs I an seine Frau Mathilde erstmals urkundlich erwähnt. Eine frühere Siedlung lässt sich jedoch schon bis ins Jahr 785 nachweisen. Mathilde gründete 961 neben der von Heinrich um 910 erbauten Burg ein Stift, was Handwerk und Gewerbe einen Anreiz gab, sich hier niederzulassen.

1220 wurde Nordhausen von Kaiser Friedrich II zur Freien Reichsstadt erhoben, 1225 erhielt sie ihr erstes Siegel und um 1260 wurde erstmals ein Rat gebildet. 1277 gab es einen Aufstand der Handwerker und Kleinbürger gegen die Reichsritter. Dabei wurde die Reichsburg zerstört, die erst gegen Ende des 12. Jahrhunderts neu gebaut wurde. Bei einem weiteren Aufstand am 14. Februar 1375 wurde der Rat gestürzt und seine Mitglieder verbannt. Die Stadt erhielt eine neue Verfassung, und die Handwerker übernahmen die Macht. 1430 trat Nordhausen der Hanse bei.

Ab 1500 wurde mit der Produktion von Branntwein begonnen; er wurde als Nordhäuser Korn bekannt. 1523 setzte sich in Nordhausen die Reformation durch und die Kirchengüter wurden säkularisiert. In diesem Jahr hielt sich auch Thomas Müntzer in der Stadt auf. Obwohl zwei Stadtbrände (1540 und 1612), der Ausbruch der Pest (1626) und der Dreißigjährige Krieg die Entwicklung der Stadt hemmten, wuchs sie weiter an.

1866 erhielt Nordhausen Anschluss an die Eisenbahn aus Halle (Saale), die Fortsetzung nach Heiligenstadt wurde ein Jahr später eröffnet.

Von 1937 bis 1945 befand sich bei Nordhausen das Nazi-Rüstungszentrum und Konzentrationslager Dora-Mittelbau. Am 3 und 4. April 1945 wurde die Altstadt durch amerikanische Bomber zu drei Vierteln zerstört, wobei etwa 8.800 Menschen ums Leben kamen. Am 11. April besetzten die Amerikaner die Stadt, die Rote Armee zog am 2. Juli ein.

Am 31. Oktober 1989 fanden auf dem August-Bebel-Platz Demonstrationen mit 25.000 Teilnehmern statt.

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):

Sehenswürdigkeiten

Die Rolandsfigur am Rathaus erinnert an den Sturz des Rats von 1375. Sie ist Wahrzeichen der Stadt. Das Rathaus selbst erhielt sein heutiges Aussehen um 1610. Um den Stadtkern herum finden sich Reste der alten Stadtmauer.

Verkehr

Durch Nordhausen verläuft die Hauptverkehrsachse Kassel-Halle (Saale). Außerdem ist die Stadt seit 1898 südlicher Endpunkt der Harzer Schmalspurbahnen.

Städte und Gemeinden im Landkreis Nordhausen
Auleben | Bleicherode | Buchholz | Ellrich | Etzelsrode | Friedrichsthal | Görsbach | Großlohra | Hainrode / Hainleite | Hamma | Harzungen | Heringen | Herrmannsacker | Hohenstein | Ilfeld | Kehmstedt | Kleinbodungen | Kleinfurra | Kraja | Lipprechterode | Neustadt/Harz | Niedergebra | Niedersachswerfen | Nohra | Nordhausen | Obergebra | Petersdorf | Rehungen | Rodishain | Sollstedt | Stempeda | Urbach | Uthleben | Werther | Windehausen | Wipperdorf | Wolkramshausen


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.