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Namib-Wüste

Die Namib-Wüste in Namibia in Afrika ist die älteste Wüste der Welt und zugleich einer der unwirtlichsten Orte des Planeten. Bei Tagestemperaturen von über 60 Grad Celsius kommen Pflanzen und Tiere leicht ins Schwitzen. Trotzdem haben es einige Lebewesen geschafft, an diesem trostlosen Ort heimisch zu werden.

Sie haben erstaunliche Fähigkeiten entwickelt, um mit Hitze und Trockenheit klar zu kommen. Der Namib-Sandgecko flitzt auf netzartigen Füßen über den Wüstenboden. Wird es ihm zu heiß, gräbt er sich einfach ein, eine Strategie, die auch der Zwergpuffotter über die heißen Stunden hilft. Doch nicht nur das ? am Ende lugt ihr Schwanz aus dem Sand. Der schlängelnde Schlangenschwanz zieht Reptilien auf der Jagd nach Kleingetier magisch an.

Trinkstellen sind rar in der Namib und so haben sich viele Tiere und Pflanzen aufs Wassersammeln verlegt. Während der Nacht und in den frühen Morgenstunden ziehen heiße Winde über den eiskalten Atlantik und treiben dicke Nebelbänke bis zu 80 Kilometer weit ins Landesinnere. Ob Haut, Maul oder Blatt ? die willkommene Feuchtigkeit wird irgendwie gesammelt und verwertet.

Eine der bekanntesten Pflanzen in der afrikanischen Wüste ist die Welwitschia. Sie kann über 600 Jahre alt werden und produziert während ihres langen Lebens nur zwei Blätter. Die wachsen allerdings auch ununterbrochen und brechen an den enden immer wieder ab.

Auch größere Tiere haben sich an die wüsten Bedingungen angepasst. Spitzmaulnashörner durchstreifen Gebiete von bis zu 2000 Quadratkilometern, ein Vielfaches ihrer Verwandten in anderen Teilen Afrikas. Mit der Zeit sind ihre Füße etwas größer geworden, damit die schweren Hornträger nicht im Sand versinken.
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.