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Der Herzinfarkt ist eine der Haupttodesursachen in Wohlstandsländern. Inzidenz in Österreich/Deutschland: 300 Infarkte / 100.000 Einwohner / Jahr; davon enden ca. 30% tödlich
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1 Risikofaktoren 2 Symptome 3 Diagnostik des Herzinfarktes 4 Beispiel für falsch positive und falsch negative Diagnose beim Herzinfarkt 5 Therapie 6 Komplikationen 7 Zitat |
Risikofaktoren
Ursächlich findet sich beim Herzinfarkt eine Verengung der Herzkranzgefäße meist im Rahmen einer Arteriosklerose. Dementsprechend gelten folgende
Risikofaktoren:
Hauptrisikofaktoren
Im Gegensatz zum Angina pectoris - Anfall bleiben diese Beschwerden auch bei körperlicher Ruhe bestehen und sprechen nicht auf Nitroglycerin an.
Die beschriebene Symptomatik kann - öfters bei Frauen und besonders bei Diabetikern aufgrund einer diabetischen Nervenschädigung (Polyneuropathie) - abgeschwächt sein oder auch vollkommen fehlen.
Siehe auch: Koronare Herzkrankheit
Die meisten Enzyme sind ihrer chemischen Natur nach Eiweiße (Proteine). Doch auch Ribonukleinsäuren (RNA) können als Ribozyme katalytisch wirksam sein. In den Frühzeiten der chemisch-biologischen Evolution waren einfach gebaute RNA-Moleküle, die den heutigen Polymerasen ähnelten, offenbar die einzigen Biokatalysatoren.
Für die katalytische Wirksamkeit eines Protein-Enzyms ist das so genannte aktive Zentrum verantwortlich, das aus besonders gefalteten Teilen der Polypeptidkette oder reaktiven Nicht-Eiweiß-Anteilen des Enzymmoleküls besteht. Eine spezielle Hohlstruktur im Enzym bewirkt, dass das aktive Zentrum mit einem passenden Substrat in Kontakt treten kann. (Schloss-Schlüssel-Prinzip)
Symptome
Herzinfarkt-Patienten klagen über Brustschmerzen unterschiedlicher Stärke und Qualität. Beschrieben werden unter anderem stechende Schmerzen, aber auch ein Druck- oder Engegefühl im Brustkorb (als ob "jemand auf einem sitzen würde"). Die Schmerzen können je nach betroffenem Herzmuskelareal in die Arme (häufiger links), den Hals, die Schulter, den Oberbauch oder den Rücken ausstrahlen. Oft tritt auch Atemnot, Angstgefühl (Todesangst!), Blässe, Übelkeit, Erbrechen oder Schweißneigung auf.Diagnostik des Herzinfarktes
Die Diagnose wird zum einen anhand der Symptome, außerdem durch EKG-Untersuchungen und Anstieg gewisser (mehr oder weniger spezifischer) Herzenzyme im Blutserum gestellt.
Ein Enzym (von griech.: en „in“ und griech: zyme „Sauerteig“), auch Ferment, ist ein biochemischer Katalysator, der hilft, ein Substrat (Edukt) zu spalten oder anderweitig zu verändern. Das Enzym erleichtert die dafür nötige Reaktion, indem es die Aktivierungsenergie herabsetzt, die stets überwunden werden muss, damit es überhaupt zu einer Stoffumsetzung kommt. Das Enzym nimmt an der biochemischen Reaktion teil, geht mit den umzusetzenden Stoffen sogar eine vorübergehende Verbindung (den Enzym-Substrat-Komplex) ein, wird aber durch die Reaktion nicht verändert. Es sind heute über 2.000 verschiedene Enzyme bekannt.GOT
Beispiel für falsch positive und falsch negative Diagnose beim Herzinfarkt
Es werden beispielsweise in den USA pro Jahr etwa 6 Millionen Frauen und Männer aufgrund von Schmerzen in der Brust unter der Verdachtsdiagnose Herzinfarkt in eine Klinik eingewiesen. Im Verlauf der aufwändigen und teuren Diagnostik stellt sich dann heraus, dass von diesen Patienten nur etwa 32% tatsächlich einen Infarkt erlitten haben. Bei 68% von ihnen war die Diagnose Infarkt nicht korrekt (falsch positive Verdachtsdiagnose).
Anderseits werden in jedem Jahr etwa 34.000 Patienten aus dem Krankenhaus entlassen, ohne dass ein tatsächlich vorhandener Herzinfarkt erkannt wurde (ca. 0,8 % falsch negative Diagnose).
Am gefährlichsten sind die ersten 48 Stunden! Deshalb
Therapie
Erste Hilfe
Medizinische Erstversorgung
Reperfusionstherapie
Ziel ist eine möglichst rasche Wiedereröffnung des betroffenen Herzkranzgefäßes, um die Herzmuskulatur wieder mit Sauerstoff zu versorgen und eine Ausdehnung des Infarktgebietes zu verhindern. Daür gibt es zwei Behandlungsoptionen:
Nachbehandlung im Spital
Auch nach dem Spitalsaufenthalt muss der Patient mit lebenslanger Medikation rechnen, die im Wesentlichen der oben genannten entspricht. Besondere Aufmerksamkeit wird außerdem gelegt auf striktes Rauchverbot, optimale Einstellung des Blutdrucks, eines Diabetes Mellitus und der Blutfette, Normalisierung des Lebenswandels und Stressabbau, Gewichtsnormalisierung und gesunde Ernährung, körperliches Training.
Siehe auch: Krankengymnastische Maßnahmen nach Herzinfarkt, Mobilisation nach Herzinfarkt
Komplikationen
Fast immer kommt es zur Ausbildung von Herzrhythmusstörungen (95-100%!), auch bei kleinen Infarkten. Ventrikuläre Tachykardien bis hin zum Kammerflimmern sind die häufigste Todesursache beim Herzinfarkt, deshalb ständige Überwachung und Defibrillationsbereitschaft in den ersten Tagen. Gegebenenfalls Behandlung mit Antiarrhythmika.
Falls große Areale des Herzens betroffen sind (mehr als 30% der Muskulatur), kann es zur Ausbildung eines kardiogenen Schocks kommen, bei dem das Herz durch die Herzmuskelschädigung nicht mehr in der Lage ist, eine ausreichende Kreislauffunktion aufrecht zu erhalten (schlechte Prognose, zweithäufigste Todesursache).
Ein Herzwandaneurysma kann sich aufgrund der Wandschwäche nach einem Herzinfarkt ausbilden. Hierbei entwickelt sich eine Auswölbung der geschädigten Herzwand, was zu einer verschlechterten Herzfunktion, der Bildung eines Thrombus durch gestörten Blutfluss, arteriellen Embolien oder im schlimmsten Fall zu einer Ruptur (Platzen) der Auswölbung führen kann. Bei einer Ruptur kommt es zu einer akuten Herzbeuteltamponade, welche sofort entlastet werden muss. Auch kann sich im weitern Verlauf eine Entzündung des Herzbeutels oder des Herzmuskels entwickeln.
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Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste"). Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz. |