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Mozaraber

Mozaraber (von arabisch: mustar`rib „arabisiert“) ist eine Bezeichnung für Christen unter der muslimischer Herrschaft in Andalusien.

Als Mozaraber wurden Christen bezeichnet, die nach dem Zusammenbruch des Westgotenreichs unter muslimische Herrschaft gekommen waren und sich in der äußeren Lebensform den Muslimen anpassten. Sie mussten Kopfsteuer bezahlen, lebten aber in eigenen Wohnvierteln mit eigener Rechtssprechung und Verwaltung. Die Arabisierung der Christen erfolgte vor allem in den Städten, wo viele Christen auch in der Verwaltung und den Finanzbehörden der Umayyaden tätig waren.

Nur zeitweise kam es zu religiösen Spannungen, so im 9. Jahrhundert als es auf Betreiben der Asketen Perfectus, Eulogius und Isaak zu religiösen Exzessen in Cordoba kam. Zwischen 851 und 859 wurde von Christen mehrmals der Islam und der Prophet Muhammad geschmäht und beleidigt, um mit dem zu erwartenden Todesurteil das Martyrium zu erleiden. Erst nachdem eine Synode das mutwillige Martyrium verdammte, flauten die Spannungen wieder ab.

Mit der zunehmenden Orientalisierung Andalusiens nahm aber seit dem 10. Jahrhundert die Abwanderung der Mozaraber in die christlichen Reiche des Nordens. Diese wurde im 12. Jahrhundert noch verstärkt, als unter den Almoraviden und Almohaden auf die Mozaraber zunehmend Druck ausgeübt wurde zum Islam zu konvertieren. Auch wurden Teile der Mozaraber nach Marokko umgesiedelt um den christlichen Eroberern nahestehende Bevölkerungsgruppen zu entziehen.

Durch die Siedler wurden in den christlichen Königreichen die Verbindung zwischen lateinisch-christlicher sowie muslimisch-arabischer Kultur hergestellt. Dabei übten die Mozaraber erheblichen Einfluss auf die Volksdichtung in Nordspanien und Südfrankreich. Außerdem führten die Mozaraber neue Techniken in die Architektur ein, so im Gewölbe- und Bogenbau, z.B. den Hufeisenbogen.

mozarabisch

Mit mozarabisch bezeichnet man den mit islamischen Formelementen durchsetzten Stil christlicher Künstler, wie man ihn häufig in Südspanien findet.


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