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Mosambik

Details
Amtssprache Portugiesisch
Hauptstadt Maputo
Staatsform Präsidialdemokratie
Staatsoberhaupt Präsident Joaquim Alberto Chissano
Premierminister Luisa Diogo
Fläche 801.590 km²
Einwohnerzahl 19.371.000 (Stand 2001)
Bevölkerungsdichte 24 Einwohner pro km²
Unabhängigkeit von Portugal am 25. Juni 1975
Währung Metical (MZM)
Zeitzone UTC +2h
Nationalhymne Pátria Amada
Kfz-Kennzeichen MOC
Internet-TLD .mz
Vorwahl +258
Mosambik (portug. Moçambique) ist ein Staat in Ostafrika. Er grenzt an Sambia, Südafrika, Simbabwe, Malawi, Swasiland und Tansania, an den Kanal von Mosambik im Indischen Ozean. Mosambik liegt bei 18° 15' Süd und 35° 00' Ost.

Inhalt
1 Geographie
2 Geschichte
3 Politik
4 Provinzen
5 Gesundheit
6 Wichtigste Medien
7

Geographie

Das breite Küstentiefland bedeckt den größten Teil des Südens, doch wird sie nach Norden hin schmaler. Hinter der Küste steigt das Land stufenförmig an bis zum Tafelland des Hochfelds.

Die zahlreichen Flüsse des Landes fließen aus den Hochländern nach Osten in die Straße von Mosambik. Der größte Fluss ist der Sambesi, der in seinem Oberlauf durch den Cabora-Bassa-Damm aufgestaut wird. Weitere große Flüsse sind der Rovuma, der Grenzfluss zu Tansania, sowie Save und Limpopo. Der Malawisee bildet einen Teil der Grenze mit Malawi; sein Abfluss ist der Shire, der in den Sambesi mündet.

Landesfläche: 801.590 km2 (Weltrang 34), davon 18% Wald und Buschland, 4% Ackerland, 55% Wiesen und Weiden

Ausdehnung: Nord-Süd 2000 km, West-Ost 50 bis zu 600 km

Landesgrenzen: 4.571 km, zu Malawi 1.569 km, zu Südafrika 491 km, zu Swasiland 105 km, zu Tansania 756 km, zu Sambia 419 km und zu Simbabwe 1.231 km)

Die Küstenlänge beträgt 2.470 km

Die größten Städte sind Maputo mit ca. 932.000, Beira mit ca. 299.000 und Nampula (Stadt) mit ca. 251.000 Einwohner.

Geschichte

Die Auswanderung der Weißen in großem Ausmaß, die wirtschaftliche Abhängigkeit von Südafrika, eine anhaltende Dürre und ein langgezogener Bürgerkrieg behinderte die Entwicklung des Landes.

Politik

Die herrschende Regierung legte 1989 offiziell den Marxismus ab. Die im folgenden Jahr aufgestellte Verfassung garantierte freie Wahlen in einem Mehrparteiensystem und die freie Marktwirtschaft.

Ein von der UN ausgehandelter Friedensvertrag setzte 1992 den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Rebellen ein Ende.

Provinzen

Mosambik hat eine Fläche von 801.590 km² und ist in 11 Provinzen gegliedert:

Gesundheit

Seit Ende 2003 breitet sich in Mosambik, insbesondere in der
Maputo (Provinz), eine schwere Cholera-Epidemie aus. Wichtigste Vorbeugemaßnahme gegen diese eventuell lebensbedrohliche bakterielle Durchfallerkrankung ist sorgfältige Hygiene (z.B. häufiges Händewaschen). Bei Essen und Trinken muss unbedingt auf Hygiene geachtet werden (nur abgekochtes Wasser oder heiße Getränke; keine Eiswürfel; nur frisch zubereitete Gerichte; kein Verzehr von rohem Gemüse und Obst, das nicht geschält werden kann). Als zusätzliche Maßnahme kann eine Schluckimpfung, deren Wirkung jedoch auf ca. 6 Monate begrenzt ist, erwogen werden. Der Impfstoff ist in Deutschland nicht zugelassen.

Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt als sinnvollen Impfschutz: Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz gegen Tollwut und Typhus sinnvoll sein. Im persönlichen Beratungsgespräch mit dem Tropenarzt bzw. dem Impfarzt mit tropen- und reisemedizinischer Erfahrung sollen diese und andere Fragen entschieden werden.

Eine gültige Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt. Gelegentlich wird sie an der Grenze auch bei Einreise aus nicht-endemischen Gebieten verlangt.

HIV / Aids ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches lebensgefährliches Risiko bergen.

Durch hygienisches Essen und Trinken (nur abgekochtes, nichts lau Aufgewärmtes) und konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) können die meisten zum Teil auch gefährlichen Durchfälle und viele Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. Dazu zählt auch die Malaria.

Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Häufig fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden (Kühlkette?). Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.

Wichtigste Medien

Rundfunk:

Rádio Moçambique (staatliches Radio) sendet in portugiesischer und verschiedenen lokalen Sprachen

Fernsehen:

staatliches Fernsehen (TVM, 1 Kanal, sendet ab Nachmittag)) und 1 Privatsender

Tageszeitungen:

Notícias (Maputo), Diário de Moçambique (Beira)sowie die Faxzeitungen Mediafax, Imparcial und Vertical

Wochenzeitungen:

Domingo, Zambeze, Savana, Demos, Jornal da Tarde Politische Zeitschrift Tempo


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.