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Eine Sonderform diese Menschenhandels war im osmanischen Reich die so genannte "Knabenlese" (devşirme, türkisch sammeln), bei der jeder fünfte christliche Knabe im Alter von 8 bis 15 Jahren abgegeben werden musste und dann - nach einer Zwangskonvertierung zum Islam und Sklavenarbeit in muslimischen Familien - zu Elitetruppen des Sultans, den "Janitscharen" rekrutiert wurden. Die Devşirme bildeten mit der Zeit eine eigene politische Gruppe, die im Lauf des 15. Jahrhunderts zu einer ernsthaften Konkurrenz für den traditionellen osmanischen Adel in der politischen Entscheidungsfindung wurde. Die jährlichen Feldzüge der Osmanen dienten nicht zuletzt auch dem Zweck, nicht zuviele von ihnen in der Hauptstadt zu haben, um (trotzdem nicht seltenen) Revolten vorzubeugen.
Siehe auch: Sklavenhandel
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