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Leben und Werk
Max Born studierte Mathematik und promovierte 1906 bei David Hilbert in Göttingen. Hier beschäftigte er sich unter anderem mit den Folgen Albert Einsteins Relativitätstheorie auf die Physik fester Körper und mit der Theorie atomarer Kristallgitter. Hierüber veröffentlichte er 1915 das Buch Dynamik der Kristallgitter. Er wurde außerordentlicher Professor für theoretische Physik in Berlin wo er mit Max Planck, Albert Einstein und Walther Nernst zusammenarbeitete.
Von 1921 bis 1933 war er Professor in Göttingen. Hier entwickelte er u.a. mit Wolfgang Pauli, Werner Heisenberg und Pascual Jordan große Teile der modernen Quantenmechanik. Zu den wichtigsten Erfolgen zählt die Born-Oppenheimer-Approximation, welche im Jahre 1928 zum Orbitalmodell führte. Er entwickelte die statistische Interpretation der Wellenfunktion, die später als Kopenhagener Deutung bekannt wurde und für die er 1954 den Nobelpreis für Physik erhielt. Bereits 1948 wurde ihm die Max-Planck-Medaille verliehen.
Max Born beschäftigte sich auch mit theoretischer Optik, über die er mit Emil Wolf ein heute noch bedeutendes Lehrbuch geschrieben hat.
1933 wurde Max Born wegen seiner jüdischen Vorfahren von der Professur zwangsbeurlaubt und emigrierte nach Edinburgh wo er bis zu seiner Rückkehr 1954 als Dozent arbeitete.
Neben seinen physikalischen Untersuchungen hat sich Max Born immer wieder mit Reden zu philosophischen und gesellschaftspolitischen Themen Gehör zu verschaffen versucht.
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