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Der Malojapass hat eine eigenartige Eigenschaft: Er hat nur eine "Seite", die Westseite. Vom italienischem Chiavenna nach Maloja steigt er auf 32 km um 1482 m. Auf den nächsten 49 km nach Westen, bis Zernez, "fällt" er dagegen nur um 343 m. Will man in dieser Richtung die gleiche Höhenlage wie der Ausgangspunkt Chiavenna erreichen, so muß man dem auf der Passhöhe entspringenden Inn über 500 km bis zu seiner Mündung in die Donau bei Passau folgen.
Die Verbindung Maloja-Julier-Lenzerheide-Chur war schon im Altertum und im Mittelalter eine bedeutende Alpenquerung. Sie stand zwar zunächst im Schatten des Weges über den Septimerpass, welcher bei Casaccia im Bergell nach Norden abzweigt. Doch seit der Julier ab 1820 mit einer Fahrstraße ausgebaut wurde, war nun die Route über den Julier und den Maloja die Hauptverkehrsader von Chur nach Mailand (bis zur Eröffnung des San Bernardino-Straßentunnels).
Distanzen und Höhen der Straße Chiavenna-Silvaplana
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