Mac OS X
Mac OS X (sprich "mäc o es zehn") ist ein modernes Betriebssystem des US-amerikanischen Computerherstellers Apple, das die Leistungsstärke und Stabilität von UNIX mit der legendären Benutzerfreundlichkeit des bisherigen Mac OS verbinden soll, dessen Nachfolger es ist. Das letzte Mac OS Classic hatte die Versionsnummer 9.
Architektur
Den Grundstock von Mac OS X bildet Darwin, entstanden aus FreeBSD Version 3.4 und dem Mach-Kernel. Dieser Teil von Mac OS X ist Open Source. Durch Darwin verfügt Mac OS X über Eigenschaften wie:
Speicherschutz, präemptives Multitasking, Mehrbenutzerfähigkeit, erweitertes Speichermanagement und symmetrisches Multiprocessing (SMP).
Obwohl Mac OS X ein Unix-basiertes Betriebssystem ist, kann man es verwenden wie ein herkömmliches Einzelplatz-Betriebssystem, beispielsweise das traditionelle Mac OS. Es ist wartungsfrei, und man kann es, wie bereits bei NextStep, so einstellen, dass es beim Hochfahren nicht nach Name und Kennwort fragt. Auch wenn man als Administrator angemeldet ist, kann trotzdem nicht viel passieren, weil der Darwin-Unterbau vor dem Benutzer standardmäßig versteckt wird, und bei sicherheitsrelevanten Aktionen die Eingabe von Name und Kennwort verlangt wird.
Den zweiten Teil von Mac OS X stellt die neue Betriebssystemoberfläche namens Aqua dar, die neue Maßstäbe für das GUI von Computern gesetzt hat und (wie etwa beim Design des iMac seit 1998) Apples Fähigkeit zur Innovation und zum "Auslösen" von Trends demonstriert.
Diese Oberfläche wurde zum einen Teil von NextStep übernommen, zum anderen Teil komplett neu entwickelt. Mit dieser Oberfläche will Apple eine einfache und intuitive Bedienung, wie beim bisherigen Mac OS, sicherstellen. Als Bildschirmdarstellungstechnik dient bei Mac OS X Quartz.
Unter Mac OS X laufen nicht nur die meisten der bisherigen Mac OS Classic Programme und Software, die für Mac OS X entwickelt wurden, problemlos, sondern auch Programme, die in Java 2 geschrieben wurden, sowie diverse Open Source Software, die für andere UNIX-Varianten (wie z. B. Linux) entwickelt wurden.
Eine besondere Stärke von Mac OS X ist ebenfalls ein Erbe von Openstep, nämlich die hervorragenden Programmierschnittstellen und die herausragenden Entwicklerwerkzeuge. Bereits mit Openstep konnte man in ca. 10 Prozent der üblichen Zeit Programme mit graphischer Oberfläche schreiben.
Zum Namen
Das markante X bei Mac OS X ist gleich römisch 10 und wird daher „Mac OS ten“, oder deutsch „Mac OS zehn“, gelesen. Es verweist gleichzeitig auf die UNIX-Basis des Systems (wie auch bei anderen Unix-Derivaten üblich, zum Beispiel AIX, A/UX, Sinix etc.)
X gilt darüber hinaus bei Marketingleuten als ein Eye-Catcher und ist daher heute ein (Mode-)Bestandteil von vielen Marken- und Firmennamen. Daher hat auch Microsoft als Reaktion darauf beim Nachfolger von Windows 2000 die Versionsnummer in XP geändert. Dem folgte dann MS Office XP und die X-Box. Auch Macromedia kam mit der Version MX ihrer Produkte dazu.
Versionen
- Mac OS X public beta, 13. September 2000: Apple veröffentlicht eine Beta-Version von Mac OS X).
- Mac OS X 10.0 (Projektname: Cheetah (Gepard)) 24. März 2001: Die erste Version von Mac OS X war in vieler Hinsicht noch nicht ganz ausgereift (s. 212.227.150.187/archiv/2001/Maerz/maerz013.html#macosx Meldung
).
Mac OS X 10.1 (Projektname: Puma) 29. September 2001: Erschien im Gegensatz zu den folgenden Versionen als kostenloses Update. Es enthält den aus Mac OS 9 bekannten DVD-Player, ist deutlich schneller geworden und enthält weniger Fehler.
Mac OS X 10.2 (Projektname: Jaguar) 13. August 2002: Mac OS X 10.2.7 wurde zur Einführung der G5-Rechner im September 2003 eingeführt. Die letzte Version von Jaguar war Mac OS X 10.2.8; danach gab es jedoch noch einige Sicherheitsaktualisierungen.
Mac OS X 10.3 (Projektname: Panther) 24. Oktober 2003: Mac OS X 10.3 enthält u. a. die Funktion Exposé, iChat AV sowie Benutzerverzeichnisverschlüsselung und beseitigt einige Inkonsequenzen und Inkonsistenzen der Vorgängerversion.
- Aktuelle Version seit 26. Mai 2004: Mac OS X 10.3.4
Mac OS X 10.4 (Projektname: Tiger) wurde auf der WWDC ("World Wide Developer's Conference") offiziell vorgestellt und wird laut Steve Jobs Aussagen im ersten Halbjahr 2005 erscheinen. Die neuen Features sind, dass es 64-Bit-optimiert ist, eine verbesserte SMB-Unterstützung, eine neue Programmierschnittstelle zur Auslagerung graphischer Berechnungen auf die Graphikkarte mit Namen CoreImage bzw. für Videobearbeitung CoreVideo und Volltextsuche durch Dateisystem und Anwendungen wie Mail oder Adressbuch haben wird. Die Volltextsuche namens "Spotlight" basiert auf einer Metadata Suchmaschine, welche auch in den Dateien nach Inhalten sucht. Beispielsweise in PDF-Dateien oder Textdateien. Eine neue Ergänzung zum Exposé wird in Tiger das sog. "Dashboard" sein. "Dashboard" ist eine neue Ebene die über dem Desktop eingeblendet werden kann, in welcher der Benutzer seine "Widgets" (kleine Applikationen) sofort zur Verfügung hat, beispielsweise einen Taschenrechner, eine Weltuhr etc. Die "Widgets" können dann vom Nutzer aus dem Internet geladen werden und seinen Bedürfnissen angepasst werde. Eine sehr nützliche Neuerung ist auch der "Automator" mit dessen Hilfe der Benutzer seine Arbeitsprozesse als "Automator"-Programme in wenigen Mausklicks erstellt.
Siehe auch: Macintosh, Wikipedia am Mac
- apple.com/de/macosx/ www.apple.com/de/macosx/
- apple.com/de/macosx/technologies/ www.apple.com/de/macosx/technologies/
- apple.com/java/ www.apple.com/java/
- kaipahl.de/brain/macosx_id_history.html www.kaipahl.de/brain/macosx_id_history.html private Website mit etwas Mac OS X Entstehungsgeschichte
- macosxhints.com macosxhints.com Tipps und Tricks zu Mac OS X
- kernelthread.com/mac/oshistory/ www.kernelthread.com/mac/oshistory/ - Alle Betriebssystem von Apple unter die Lupe genommen
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste"). Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz. |