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Nach Süden zur Hauptstadt Prag sind es ca. 70 km, zur Landesgrenze im Norden nach Zinnwald (Sachsen/ Deutschland) ca. 40 km, bis zur Kreisstadt Litoměřice Leitmeritz ca. 10 km.
Die Stadt Lobositz wurde 1756 in der sogenannten Schlacht von Lobositz bekannt, als Preußen (Friedrich II) und Österreich (Maria Theresia) im Siebenjährigen Krieg (1740-1747) gegeneinander kämpften.
Zu erwähnen ist vom verbliebenen historischen Baubestand das Schwarzenbergische Schloss, früher Mittelpunkt der Herrschaft Schwarzenberg bis 1848.
Die Einwohnerschaft ist nach dem Dreißigjährigen Krieg zunehmend deutsch geprägt. Die tschechische Zuwanderung nahm Ende des 19. Jahrhunderts zu und erreichte in der 1. Tschechoslowakischen Republik ihren Höhepunkt. Unweit der Stadt verlief die Sprachengrenze. Als dritte Bevölkerungsgruppe spielte das Judentum vor allem in der Wirtschaft eine Rolle. Es gab hier ein reges jüdisches Gemeinwesen bis zu Beginn der Judenverfolgung. In der Reichskristallnacht brannte die Synagoge nieder.
Ab 20. September 1938 gehörte Lobositz zum Großdeutschen Reich im Sudetengau. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurden die deutschen Einwohner auf Befehl der tschechischen Regierung mittels den Benesch-Dekreten vertrieben.
Nach 1970 wurde der Nachbarort Prosmik (Prosmyky) fast komplett geschliffen und das Gemeindegebiet zu Lobositz eingegliedert.
Verkehrsverbindungen: Eisenbahnstrecken Děčín-Podmoklí (Tetschen-Bodenbach) - Ústí nad Labem (Aussig a.d.E.) - Prag, sowie (Liberec) - Reichenberg - Česká Lípa (Böhmisch Leipa) - Litoměřice (Leitmeritz) - Teplice (Teplitz-Schönau) und Lovosice (Lobositz) - Libochovice (Libochowitz).
Direkter Autobahnanschluss der D8 (E55) Lobositz - Prag Exit 48 Lovosice-západ , Die Verlängerung der Autobahn in nordwestlicher Richtung als Staatsstraße 8 (E55) führt bis Teplice (Teplitz-Schönau) und zur Landesgrenze. Die Staatstraße 30 verbindet Lobositz nach Norden entlang der Elbe nach (Ústí nad Labem) Aussig a.d.E.. Die Staatsstraße 15 führt als West-Ost-Achse nach Westen bis Most (Brüx), im Osten nach Litoměřice (Leitmeritz).
Industrie: Die Böhmische Glanzstofffabrik entstand nach dem 1. Weltkrieg. Sie befindet sich nach 1989 in österreichischem Besitz.
1880 lebten in Lobositz 4273 Einwohner, davon 3687 Personen deutscher und 522 tschechischer Umgangssprache. 1930 sah die Bevölkerungszusammensetzung der 5929 Einwohner wie folgt aus: 3711 Personen deutscher Nationalität, 1999 Personen tschechischer Nationalität, 43 Personen jüdischer Nationalität, 11 Personen ungarischer Nationalität und 165 Personen als Staatsfremde.
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