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Im Lotus-Sitz sind die Beine verschränkt. Dabei ruht der rechte Fuß auf dem linken Oberschenkel nahe der Leistenbeuge und der linke Fuß entsprechend auf dem rechten Oberschenkel. Die Fußsohlen zeigen nach oben. Der Sitzende sitzt leicht erhöht auf einem eher harten Kissen, die Knie befinden sich im Kontakt mit dem Boden. Dadurch ergibt sich ein sehr stabiles Dreieck als Sitzbasis. Der Oberkörper ist aufgerichtet, der Rücken gerade, die Schultern leicht zurückgenommen, so dass der Kopf über der Basis ausbalanciert ist.
Zwar leidet besonders der Ungeübte oft unter Schmerzen in Beinen und Hüfte, dafür werden aber Rückenschmerzen, die das ernsthafteste Problem bei lang dauernden Meditationssitzungen sind, minimiert. Auf diese Weise ist langes unbewegliches Sitzen, das ein Schlüsselpunkt aller Meditation ist, möglich. Um einseitige Belastungen zu vermeiden, wird zwischen den Meditationssitzungen das obenliegende Bein gewechselt.
Es gibt auch den so genannten halben Lotus-Sitz, bei dem sich nur ein Fuß auf dem anderen Oberschenkel befindet; der andere dagegen unter dem anderen Oberschenkel. Dieser Sitz ist auch schon stabil und gut zur Vorbereitung auf den vollen Lotus Sitz geeignet.
Der so genannte Schneidersitz dagegen, bei dem sich beide Füße unter den Oberschenkeln befinden, ist instabil, da sich die Knie nicht in Kontakt mit dem Boden bringen lassen. Dieser Sitz ist daher nicht zur Meditation geeignet.
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