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Der Logarithmus (zur Basis a) einer Zahl y ist also diejenige Zahl x, mit der man die Basis a potenzieren muss, um diese Zahl y zu erhalten.
Die Funktionen ax und loga(x) sind Umkehrfunktionen voneinander, d.h. Logarithmieren macht Potenzieren rückgängig und umgekehrt:
Begründungen:
Den Logarithmus zur Basis e nennt man den Natürlichen Logarithmus und seine Umkehrfunktion ex die Exponentialfunktion. Die Zahl e ist also dadurch definierbar, dass die Exponentialfunktion ihre eigene erste Ableitung ist (sich durchs Differenzieren und Integrieren nicht ändert).
Der Begriff Natürlicher Logarithmus wurde gewählt, weil sowohl die Exponentialfunktion als auch der Logarithmus zur Basis e in vielen Zusammenhängen (Integralrechnung, Differenzialrechnung, Komplexe Zahlen, Trigonometrie) auftreten. Zudem lässt sich der natürliche Logarithmus sehr einfach Integrieren und Differenzieren.
Der Logarithmus zur Basis 10 wird oft mit "lg" abgekürzt; er heißt dekadischer Logarithmus oder auch Briggscher Logarithmus, benannt nach dem Mathematiker Henry Briggs.
Der Logarithmus zur Basis 2 - abgekürzt mit "lb" oder "ld" - heißt binärer Logarithmus, dualer oder dyadischer Logarithmus.
Abkürzungen
Der Logarithmus als Größenmaßstab
Der Logarithmus einer Zahl x zu einer Basis b gibt in gewisser Weise an, wieviele Stellen diese Zahl hat. Beispielsweise ist
Man nennt diesen ganzzahligen Wert auch Kennzahl.Der Logarithmus als Rechenhilfe
Im Normalfall tauchen beim Logarithmieren auch Nachkommastellen auf, die Mantisse genannt werden. So ist log10(3) ≈ 0,47712.
Multipliziert man eine Zahl mit der Basis, ändert sich zwar die Kennzahl, nicht aber die Mantisse, es ist also log10(3*10) = log10(30) ≈ 1,47712. Bevor elektronische Rechenmaschinen zur Verfügung standen, nutzte man dies aus, um Multiplikationen zu Additionen und Divisionen zu Subtraktionen zu vereinfachen.
Als Hilfsmittel verwendete man hierzu oftmals Rechenstäbe (John Napier) oder Logarithmentafeln. Siehe dazu die ersten beiden Rechenregeln am Ende des Artikels.Natürlicher und andere spezielle Logarithmen
Der Logarithmus zur Basis e (der Eulerschen Zahl) wird auch als natürlicher Logarithmus bezeichnet und mit "ln" abgekürzt:
Die Zahl e kennzeichnet sich durch:Berechnung des Logarithmus
Es gibt verschiedene Algorithmen, um den Logarithmus rechnerisch näherungsweise zu bestimmen. Siehe dazu unter Berechnung des Logarithmus.
Basisumrechnung
Man kann Logarithmen zu einer Basis a in Logarithmen zu einer anderen Basis b umrechen:
Tabellenwerke oder Taschenrechner stellen i.a. Logarithmen zur Basis 10 und natürliche Logarithmen zur Verfügung. Mit obiger Formel lassen sich daraus Logarithmen zu einer beliebigen Basis berechnen.Beispiel
Programmiersprachen
In vielen Programmiersprachen (z.B. C, C++, BASIC) heißt die Funktion für den Natürlichen Logarithmus log. Dennoch ist das entsprechende Formelzeichen ln und nicht log. In FORTRAN heißt der Natürliche Logarithmus alog.Rechenregeln mit Beispiel
Die Rechenregeln lassen sich mit Hilfe der Potenzgesetze begründen.
| Rechenregel | Beispiel |
Ableitung und Integral des Logarithmus
Die Ableitung des natürlichen Logarithmus ist gegeben durch diese einfache Gleichung:
Dieses heißt Hautpwert des Logarithmus und man schreibt . Stellt man z in Polarkoordinaten dar, so erhält man den k-ten Zweig der Logarithmusfunktion:
Mit dem Hauptzweig des komplexen Logarithmus kann man den Logarithmus von negativen, reellen Zahlen bestimmen:
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